Gasaustausch
Unter diesem Sammelbegriff versteht man alle technischen Maßnahmen, die dazu führen, die Konzentrationen von im Wasser gelöst vorliegenden Gasen zu verändern. In der Regel geschieht dies durch eine mehr oder minder intensive Belüftung des Wassers. Im Trinkwasser unerwünschte Gase wie Schwefelwasserstoff, Methan oder leichtflüchtige CKW können aus dem Wasser "ausgeblasen" werden, ein Vorgang, den man auch "Strippen" nennt. Die Belüftung muss dabei weitgehend drucklos erfolgen. Auch ein Überschuss an freier Kohlensäure kann durch Belüftung, z.B. mit Hilfe von Strahlapparaten (Strahlpumpen), entfernt werden.
Der Austrag der Gase aus dem Wasser erfolgt nur, wenn sie in der verwendeten Luft selbst nicht oder nur in geringer Konzentration entahlten sind.
Weil Sauerstoff in der Luft in höherer Konzentration enthalten ist, bewirkt die Belüftung einen Anstieg der Sauerstoffkonzentration im belüfteten Wasser, sofern dies nicht bereits mit Sauerstoff gesättigt war. In diesem Fall dem gewünschten Eintrag eines Gases wird der Effekt verstärkt, wenn die Belüftung unter Druck erfolgt, es handelt sich dann um eine geschlossene Belüftung. Auch Ozon (aus dem hergestellten Luft-Ozon-Gemisch) und Kohlenstoffdioxid (Kohlensäure) können auf diese Weise im Wasser gelöst werden. Der physikalische Vorgang, das Lösen eines Gases in einem Lösungsmittel, wird Absorption genannt. (Nicht zu verwechseln mit Adsorption!)













