Dortmund, 15.04.2010
"Im Sinne unserer Kunden optimieren wir kontinuierlich die Versorgungsqualität und –sicherheit", so Dr. Ralf Karpowski, technischer Geschäftsführer von DEW21. "Auch im Jahr 2010 nehmen wir wieder 87 Mio. € für Betrieb, Wartung und Instandhaltung unserer Netze in die Hand und investieren darüber hinaus weitere 33 Mio. € in den Erhalt und Ausbau.
"Dies macht das Unternehmen auch zu einem stabilisierenden Faktor für die heimische Wirtschaft. Als Dortmunder Unternehmen führen wir alle Bauprojekte in bewährter Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben aus der Region durch und sichern dort in erheblichem Maße Aufträge und Arbeitsplätze", betont Dr. Karpowski. Während der Pressekonferenz Technik gab er einen Überblick über die geplanten technischen Maßnahmen.
"Um die Sicherheit weiter zu erhöhen und den gestiegenen Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser Rechnung zu tragen, werden wir in den nächsten Jahren in einem umfangreichen Programm unsere Wasser-Aufbereitungsanlagen erweitern", kündigt Dr. Karpowski an. "Dabei haben umweltverträgliche Verfahren Vorrang."
So plant das Unternehmen, die Desinfektion des Trinkwassers auf das Verfahren der UV-Bestrahlung umzustellen. Das moderne Verfahren ersetzt die bisherige Desinfektion mit Chlordioxid. "Eingesetzt werden hierzu 5-6 UV-Strahler, die ultraviolettes Licht eines speziellen Spektralbereichs aussenden (240-290 nm)", erklärt Dr. Karpowski. "Dieses Licht unterdrückt die Vermehrung der Mikroorganismen, so dass keine unerwünschten Keime über das Trinkwasser verteilt werden." Mit einem Prozessleitsystem werden die Messwerte kontinuierlich überwacht und protokolliert. So kann gesichert werden, dass jederzeit in passender Höhe desinfiziert wird. Die für Dortmund zuständigen Wasserwerke übernehmen damit ein Verfahren, das in diesem Jahr bereits im Wasserwerk Echthausen zum Einsatz kommen wird.
"Die Umbauphase beginnt 2011 im Wasserwerk Witten, von dem aus der Dortmunder Westen versorgt wird", erläutert Dr. Karpowski den Zeitplan. "In 2012 und 2013 folgen die Wasserwerke Westhofen 1 und Hengsen, über die die mittleren und östlichen Teile des Dortmunder Versorgungsgebietes beliefert werden." Zwischen 1,1 und 1,4 Mio. € fallen pro Wasserwerk für die Umstellung an. Die Maßnahme wird von der DEW21-Tochtergesellschaft Wasserwerke Westfalen umgesetzt, die als Trinkwasservorlieferant acht Wasserwerke im Ruhrtal betreibt.
"Auch unsere Erneuerungen im Strombereich lassen die Umwelt aufatmen", erläutert Dr. Karpowski. In 2010 erhalten die Umspannanlagen Hörde und Wambel zwei neue Großtransformatoren. Die Maßnahme gehört zu einem Gesamtprogramm, in dem zwischen 2006 und 2010 insgesamt fünf Transformatoren in Umspannanlagen und jährlich rund 30-35 Transformatoren in Ortsnetzstationen von DEW21 ausgetauscht werden. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf rund 4,4 Mio. €. "Da die neuen Transformatoren deutlich geringere Leerlaufverluste haben, können wir rund vier Mio. kWh, das bedeutet rund 1700 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Eine Menge, die dem CO2-Ausstoß von ca. 1000 Vier-Personen-Haushalten pro Jahr entspricht."
Über diese Neuerungen hinaus hält DEW21 kontinuierlich die Versorgungsnetze für Strom, Gas, Wärme und Wasser instand. Hierzu gehört das ambitionierte Graugussprogramm im Gasbereich, das der Dortmunder Versorger in Abstimmung mit der Landesregierung auf den Weg gebracht hat. "Die bis 2012 geplanten Maßnahmen können wir sogar schon bis Mitte 2011 komplett umsetzen", kündigt Dr. Karpowski an. "Insgesamt wurden dann 525 Kilometer Graugussleitungen ausgetauscht." Im Wassernetz wird das Erneuerungsprogramm weiter geführt. Großprojekt in 2010 ist der Austausch einer Wasser-Transportleitung im Bereich des Brackeler Hellwegs.
"Zusätzlich ist DEW21 auch bei allen wichtigen Dortmunder Infrastrukturprojekten mit im Boot", betont Dr. Karpowski. Zum Beispiel verlegt das Unternehmen zwischen 2009 und 2014 Versorgungsleitungen für die 900 Wohneinheiten im Bereich Hohenbuschei. Im Zusammenhang mit dem Rahmenprogramm Rheinische Straße/Dortmunder U baut DEW21 im Jahr 2010 eine neue Stromstation.
Bis 2012 werden Versorgungsleitungen für die rund 1000 geplanten Wohneinheiten im Bereich des PHOENIX-See verlegt. Für das Logistikzentrum auf dem Gelände der Westfalenhütte werden im Jahr 2010 die Anschlussarbeiten durchgeführt. Hier ist ebenfalls eine neue Stromstation in Planung.
Auch in Zukunft kündigt Dr. Karpowski Investitionen in vergleichbarer Höhe an. "Versorgungssicherheit und –qualität haben bei DEW21 stets oberste Priorität", so Dr. Karpowski abschließend. "Das macht uns auch auf lange Sicht zu einer wichtigen Konstante für die Dortmunder Wirtschaft."
Ansprechpartner(in): Gabi Dobovisek
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