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Dortmund, 14.01.2010

Seit dem 01. Januar 2010 ist Dr. Frank Brinkmann neuer Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung. Der Diplom-Physiker und promovierte Betriebswirt ist seit 12 Jahren in verantwortlicher Position in der Energiewirtschaft tätig. Er prägte maßgeblich die Weiterentwicklung eines kommunalen Beteiligungsnetzwerks im Rheinland und begleitete hier auch den umfangreichen Einstieg in regenerative Energien. Nach seinen ersten Arbeitstagen bei DEW21 gab er der Dortmunder Presse einen Überblick über die Entwicklung im Jahr 2010.

Stabile Energiepreise

Bereits im Jahr 2009 hat DEW21 viermal in Folge die Erdgaspreise gesenkt. Nun folgen weitere gute Nachrichten für die Verbraucher: Die Preise für Erdgas und Strom bleiben stabil. "Andere Versorger im Umfeld haben bereits angekündigt, dass sie die Preise im 1. Quartal erhöhen werden. Für DEW21 kann ich schon jetzt versprechen, dass  unsere Energiepreise in der Heizsaison und bis zum Sommer 2010 stabil bleiben werden", so Brinkmann. Wie es im Herbst 2010 aussehen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen."

Ausbau regenerativer Energien

DEW21 steht für den Ausbau regenerativer Energien in Dortmund. Neben den vier Windkraftanlagen bietet der heimische Versorger umweltfreundliche Contractinglösungen – von der Solarenergie über Holzpellets bis zur Wärmepumpe. "Dieses Engagement werden wir auch in Zukunft konsequent weiter führen", betont Brinkmann.
Der Fokus liegt dabei auf der Windkraft. "In den nächsten 2-3 Jahren planen wir umfangreiche Investitionen im Onshore-Bereich", so Brinkmann.
Geplant sind dabei 40-50 Megawatt installierte Leistung, durch die jährlich 100-110 Mio. kWh erzeugt werden können. Diese Menge reicht aus, um ca. rund 40.000 Haushalte zu versorgen und entspricht rund 11 % der von DEW21 mit Strom versorgten Verbrauchsstellen der Tarifkunden. Notwendig hierfür werden etwa 25-30 Windkraftanlagen sein.
Zum Standort kann DEW21 zurzeit noch keine Aussage treffen. In Dortmund sind die im Flächennutzungsplan vorgesehenen Standorte für Windkraftanlagen ausgeschöpft. "Insgesamt denken wir bundesweit. Wir prüfen allerdings zunächst, ob sich in unserer Region Möglichkeiten ergeben", so Brinkmann.
Insgesamt strebt DEW21 einen ausgeglichenen Energiemix an. Hierzu gehört die DEW21-Beteiligung am GEKKO-Steinkohle-Kraftwerk genauso wie der Ausbau regenerativer Energien. "Mit der neuen Windkraft-Investition erreichen wir die Hälfte der Leistung dessen, was die GEKKO-Beteiligung ausmacht. Damit haben wir bei der Eigenerzeugung durch regenerative Energien die Nase vorne", so Brinkmann.

Stärkung kommunaler Versorger

"Große kommunale Versorger haben anspruchsvolle Zeiten vor sich. Sie müssen ihren Platz im Wettbewerb finden, ihn bereichern und zusammen rücken", so Brinkmann. In Bezug auf Kooperationen wird DEW21 daher die Entwicklung in der Region mit offenen Augen anschauen.
Heute werben in Dortmund immer mehr Anbieter mit Lockangeboten um Strom- und Erdgaskunden. Vorkasseangebote, Kautionen und sogar Drückerkolonnen, die an der Haustür Energie anbieten, sind dabei an der Tagesordnung. "Wir stellen uns als kommunales Unternehmen gerne dem Wettbewerb", so Brinkmann. "Wir meinen allerdings, dass sich eine gute Marke nicht mit Drückerkolonnen messen muss."

Den Kunden rät er zur Vorsicht, wenn es um Lockangebote geht. Nicht selten stellen sie sich, wie die Fernsehsendung "Markt" im Dezember 2009 berichtet, als Mogelpackung heraus, wenn der günstige Anbieter dem Neukunden nach kurzer Zeit Preiserhöhungen im zweistelligen Bereich bekannt gibt.
Im Zuge des Wettbewerbs wird DEW21 im Jahr 2010 auch außerhalb Dortmunds anbieten. "Wir entwickeln zurzeit Produkte, die wir in ausgewählten Netzgebieten an den Markt bringen möchten", erklärt Brinkmann. Eindringlich kritisiert er in diesem Zusammenhang die Bremsklotzwirkung des §107 der Gemeindeordnung, der die Geschäftstätigkeit kommunaler Unternehmen einschränkt und sie im Wettbewerb benachteiligt. "Dies muss sich im Sinne eines gleichberechtigten Wettbewerbs ändern. Wir begrüßen deshalb ausdrücklich jede Initiative gegen diese Ungleichbehandlung und hoffen, dass sich die geplanten Änderungen nicht als reines Wahlkampfgeplänkel erweisen", so Brinkmann abschließend.

 

Ansprechpartner(in): Gabi Dobovisek
Telefon: 0231.544-3271
Mobil: 0172.52 88 367
Fax: 0231.544-2316
E-Mail: gabi.dobovisek@dew21.de


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