Erdgas steht auf dem örtlichen Wärmemarkt im Wettbewerb mit dem leichten Heizöl. Erdgaspreise sind u.a. deshalb an den Preis für leichtes Heizöl gebunden.
Steigen die Heizölpreise, steigen auch die Erdgaspreise. Fallen die Heizölpreise, fallen auch die Erdgaspreise. Dieser Mechanismus bedeutet eine jederzeitige Wettbewerbsfähigkeit der Erdgaspreise, d.h. der Erdgaskunde hat gegenüber einem Heizölkunden keine Nachteile bezüglich der Energiekosten. Dabei reagieren die Erdgaspreise aber nicht auf jeden kurzfristigen Ausschlag der Heizölpreise, sondern es werden Mittelwerte mehrerer Heizölpreisnotierungen der jüngsten Vergangenheit zugrunde gelegt. Dieses Verfahren stellt sicher, dass kurzfristige und kurzzeitige Preisausschläge, wie sie beim Heizöl durchaus vorkommen können, vermieden werden und nur nachhaltige Preisveränderungen sich in veränderten Erdgaspreisen niederschlagen.
Unabhängig von der Art der Energie wird die Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh) einheitlich angegeben. Damit ist der tatsächliche Wärmeinhalt der verschiedensten Energieträger vergleichbar.
Der Gasfaktor dient zur Umrechnung des verbrauchten Gasvolumens (abzulesen am Gaszähler, Angabein Kubikmeter ( m³)) in die abzurechnenden Kilowattstunden unter Berücksichtigung der Gasqualität und weiterer Einflussfaktoren wie Druck und Temperatur. Da Erdgas ein "Naturprodukt" ist, ist es möglich, dass sich die Gaszusammensetzung und damit auch der Energiegehalt des Erdgases ändert. Hierdurch kommt es zu Änderungen des Gasfaktors.
DEW21 misst kontinuierlich den Brennwert des Gases und ermittelt monatlich den Umrechnungsfaktor. Bei Rechnungserstellung wird der Durchschnittswert der Verbrauchsmonate ermittelt, und der Erdgasverbrauch von Kubikmetern in Kilowattstunden umgerechnet.











