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Gemäß dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln besitzt das Trinkwasser den Härtegrad weich.

Die Härte des Ihnen gelieferten Trinkwassers befindet sich an der Grenze zwischen den im Waschmittelgesetz definierten Härtebereichen weich und mittel. Aufgrund natürlicher Schwankungen ist das Wasser zeitweise in den Bereich weich oder mittel einzustufen. Ihr Waschmittel ist richtig dosiert, wenn Sie als Zugabemenge unter Berücksichtigung der Herstellerangaben diesen Grenzbereich wählen.

Die Zusatzstoffe zur Aufbereitung gemäß Trinkwasseraufbereitung sind, Chlor (in Ausnahmefällen), Chlordioxid und Natronlauge.

Die Wasserwerke Hengsen, Villigst, Westhofen 1, Westhofen 2 und Witten der Wasserwerke Westfalen GmbH liefern Trinkwasser an DEW21.

Eine ausführliche Analyse finden Sie in unserer Chemisch-bakteriologischen Trinkwasseranalyse.

Wasser für den menschlichen Gebrauch muss in Deutschland den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Sie setzt Grenzwerte für die im Wasser enthaltenen Stoffe fest, die nicht überschritten werden sollten. Diese Grenzwerte sind in der Analysenzusammenstellung für das Dortmunder Trinkwasser mit aufgeführt und ermöglichen den direkten Vergleich. Die Trinkwasserverordnung enthält viele weitere Regelungen, die dazu dienen, die Wasserqualität zu sichern und den Verbraucher zu schützen. Entspricht das „Trinkwasser“ der Verordnung, ist sichergestellt, dass bei lebenslanger Nutzung des Wassers keine gesundheitlichen Schäden auftreten. Wasser, das nicht der Trinkwasserverordnung entspricht, darf von den Wasserversorgungsunternehmen nicht abgegeben werden oder in Ausnahmefällen nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes. Demnach kann man in ganz Deutschland Wasser aus der Wasserleitung dazu benutzen, wozu es bestimmt ist: zum Trinken und anderen menschlichen Gebrauchszwecken.

Das Dortmunder Trinkwasser ist sowohl in „Kohlendioxid-Sprudlern“ zur Bereitung von kohlensäurehaltigen Getränken als auch zur Bereitung von Babynahrung ohne weiteres geeignet.

Einige zusätzliche Maßnahmen können dazu beitragen, die Aufnahme von Schwermetallen aus den Rohrleitungen, solchen des Versorgungsunternehmens und solchen der Hausinstallation zu vermindern. Ein Nichtbeachten dieser Maßnahmen führt jedoch im Allgemeinen auch nicht zur Aufnahme gesundheitlich bedenklicher Mengen an Schwermetallen. Tatsache ist es nun mal, dass beim Durchfließen der Rohre das Wasser Spuren der Metalle löst, aus denen die Rohrleitungen bestehen.

Bei Dortmunder Trinkwasser, das entsäuert, d.h. pH-Wert korrigiert ist und einen pH-Wert von 7,8 – 8,0 hat, spielt das nur bei Bleileitungen eine Rolle. In diesem Fall kommt es auf die Länge der Bleileitungen, d.h. auf die Aufenthaltszeit des Wassers in den Leitungen an, ob Handlungsbedarf besteht. Bei einer Kupferinstallation geht nicht soviel Kupfer in Lösung, dass dies gesundheitliche Bedeutung haben würde. Kupfer ist erst in hohen Konzentrationen toxisch. Es wird hingegen in einer Tagesdosis von 1 – 2,5 Milligramm als Spurenelement im Stoffwechsel des Menschen benötigt und befindet sich deshalb in vielen Mineralstoffpräparaten zur Nahrungsergänzung. Die Aufnahme von Zink (aus verzinkten Stahlrohren) ist gesundheitlich unbedenklich. Die Bevölkerung in Deutschland hat eher einen Zinkmangel als eine Überversorgung.

 

Auch dabei ist die Eisenwand der Rohrleitung beteiligt. Auf ungeschützten Eisenwänden bildet sich eine Rostschutzschicht, die aber nicht immer absolut fest haftet. Löst sich der Rost, bekommt der Wasserkunde braunes Wasser. DEW hat ein umfangreiches Programm aufgelegt. Die Leitungen, früher als ungeschützte Eisenrohre verlegt, werden nachträglich mit einer schützenden Zementmörtelauskleidung versehen. Neu zu verlegende Leitungen bringen diese seit mehreren Jahren schon vom Hersteller aus mit. Aber die Sanierung der alten Leitungen ist noch nicht abgeschlossen, so dass örtlich braunes Wasser auftritt. Braunes Wasser kann aber auch durch Rosten der Leitungen der Hausinstallation verursacht werden.

Schwarzes oder dunkelbraunes Wasser wird durch Ablösen von Manganablagerungen von den Rohrwandungen verursacht. Das Trinkwasser enthält geringe Spuren von Mangan, das in den Ruhrtalkiesen, aus denen das Grundwasser gewonnen wird, von Natur aus vorkommt. Normalerweise haftet es in dünnsten Schichten auf den Rohrwandungen. Ändern sich durch irgendwelche Gründe (z.B. starke Abnahme) Fließgeschwindigkeit oder Fließrichtung des Wassers in den Rohren, können sich die Manganablagerungen lösen und werden mit dem Wasser zum Zapfhahn desKunden transportiert.

Braunes und schwarzes Wasser ist störend und unästhetisch. Gesundheitsschädlich sind Eisen- und Manganoxidhydrate – so die Bezeichnung der Chemiker dafür – jedoch nicht. Auch Eisen und Mangan sind Spurenstoffe, die jeder im Stoffwechsel benötigt.

Bei Störungen durch braunes oder schwarzes Wasser rufen Sie bitte unseren Entstörungsdienst an.

Will man die Schwermetalle aus den Rohrleitungen nicht mit dem Trinkwasser zu sich nehmen, kann man folgendes tun:

Wasser zur Bereitung von Speisen und Getränken nicht aus dem Warmwassersystem (Warmwasserspeicher) nehmen und Kaltwasser so lange ablaufen lassen, bis es sich deutlich kühl anfühlt, denn Wasser, das Rohrleitungen durchfließt und nicht in ihnen steht bzw. gestanden hat (Stagnationswasser), enthält nur verschwindend geringe Spuren der jeweils für die Rohrleitungen verwendeten Metalle.

Als Stagnationswasser muss auch schon ein Wasser angesehen werden, das nur wenige Stunden in der Hausinstallation gestanden hat. Erst recht ist das Ablaufen lassen (oder die Nutzung zu anderen Zwecken) nach längerer Abwesenheit angebracht. Ablaufen lassen kann auch bei braunem (rostigem) Wasser helfen. Ist die Qualitätsbeeinträchtigung dadurch nicht zu beheben, kann u.U. der Entstörungsdienst helfen.

Ablaufen lassen des Wassers ist eine gewisse „Verschwendung“. Wasseraustausch durch Gebrauch der Toilettenspülung ist ein sinnvolleres Mittel, Wasser in den Leitungen auszutauschen. Dann braucht man nur noch das Wasser in der Leitung zur Zapfstelle in der Küche ablaufen zu lassen. Wenn man nicht will, muss man kein Wasser verschwenden. Nimmt man die im Stagnationswasser erhöhten Konzentrationen von Metallen der Rohrleitung in Kauf und mit dem Wasser auf, so ist dies – abgesehen von Blei aus Bleileitungen – gesundheitlich ohne Bedeutung (s.o.) Bei Bleileitungen ist Ablaufen lassen wichtig.

In hohen Bürohäusern ist es fast ausgeschlossen, dass man allein durch ablaufen lassen frisches Wasser bekommt. Will man hier Stagnationswasser vermeiden, muss man warten, bis durch den Gebrauch im Hause ein gewisser Wasseraustausch eingetreten ist.

Das Wasserversorgungsunternehmen ist für die Wasserqualität nur bis zum Wasserzähler (Übergabestelle) zuständig. Nur bis dahin kann es in eigener Verantwortung etwas unternehmen. Am Zähler wird das Wasser dem Hausbesitzer übergeben. Er ist für die Hausinstallation zuständig. Unzulänglichkeiten in der Hausinstallation und Verschlechterung der Wasserqualität im Haus sind Sache des Hausbesitzers und können nur durch ihn beseitigt werden. Bei Qualitätseinbußen des Trinkwassers klärt DEW21 durch Probenahme am Zähler und an einem Zapfhahn im Hause und die anschließende Analyse dieser Proben, wo die Qualitätsminderung eingetreten ist. Deshalb muss zur Bearbeitung von Beschwerden der Kunden die Übergabestelle (Zähler) zwecks Probenahme zugänglich sein und auch beprobbar sein. (Dabei kann es etwas nass werden).

 

Über die bakteriologische Beschaffenheit des Trinkwassers braucht sich der Kunde im Allgemeinen nicht zu sorgen. Es ist nicht notwendig, das Wasser für Speisen oder Getränke abzukochen. Bei der Zubereitung von Babynahrung kann man anders verfahren, da die Nahrung ohnehin warm gefüttert wird. Warm halten von Nahrung über einen längeren Zeitraum (Stunden) ist hygienisch nicht zu vertreten. Leitungen, die wochenlang nicht benutzt werden und in denen das Wasser warm wurde, sollte man ablaufen lassen.

 

Das Dortmunder Trinkwasser wird im Wasserwerk der Wasserwerke Westfalen mit Chlordioxid (nicht mit Chlor) desinfiziert. Normalerweise in einer Konzentration von einem Zehntel Gramm auf 1.000 l (~ 1.000 kg = 1 t) Wasser.

Diese geringe Menge an Chlordioxid wird im allergrößten Teil des Stadtgebietes nicht wahrgenommen, so dass das Trinkwasser ohne Geruch ist. Die am südlichsten gelegenen Ortsteile wie Lichtendorf, Sölder Holz und Sölde liegen am nächsten zum Zugabepunkt im Wasserwerk. Hier kann das Wasser schon mal einen „Chlorgeruch“ aufweisen, besonders im Winter bei niedrigen Wassertemperaturen, wenn Chlordioxid im Wasser nicht so schnell abgebaut wird.

Zu Zeiten verminderter Qualität des Rohwassers, also des Wassers, aus dem Trinkwasser „ge-macht“ wird, kann es notwendig sein, den Chlordioxidgehalt zu erhöhen. Dies kann nach langan-haltenden Regenfällen und in Hochwassersituationen notwendig werden. Der dann deutlich wahr-nehmbare Geruch hat nichts mit einer Überdosierung zu tun. Auch in solchen Fällen werden die vorgeschriebenen Grenzen bei weitem eingehalten. Die Zudosierung wird automatisch überwacht. Aufgrund der Desinfektion mit Chlordioxid enthält das Dortmunder Trinkwasser so gut wie keine chlororganischen Verbindungen. Diese entstehen nur bei der Anwendung von Chlor.

Die Wasserwerke Westfalen (WWW) desinfizieren ihr Trinkwasser mit Chlordioxid.

Während der wärmeren Jahreszeit sind die Kunden im allgemeinen in der glücklichen Lage, ein völlig geruchloses Wasser nutzen zu können, denn bei höheren Wassertemperaturen verschwindet das zugesetzte Chlordioxid relativ schnell aus dem Wasser. Bei niedrigeren Temperaturen, hält es sich etwas länger und es erreicht schon mal den Kunden. Ob und wieviel beim Kunden ankommt, hängt davon ab, wie schnell das Wasser bei ihm ist. Wohnt der Kunde nahe am Pumpwerk oder an einer Transportleitung, ist das Wasser schnell bei ihm und hat einen noch feststellbaren Geruch nach Chlordioxid.

Der Geruch von Chlordioxid wird sehr unterschiedlich empfunden und bezeichnet. Die Charakterisierung durch die Kunden reicht von "frisch" bis "verbrannt", "nach Gas" und "nach Chlor". Letzteres ist wohl immer noch die zutreffendste Charakterisierung.

Der u. U. deutlich wahrnehmende Geruch hat nichts mit einer Überdosierung zu tun. Die WWW halten ihre Desinfektionsmittelzugabe streng in dem von der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Rahmen zwischen 0,05 g pro 1000 Liter und 0,20 g pro 1000 Liter. Bei einer deutlichen Überschreitung des Wertes 0,20 g wird sogar automatisch das ganze Pumpwerk stillgesetzt.
Die WWW sind bestrebt, die Zugabe von Chlordioxid so gering wie möglich zu halten. Dabei gibt es jedoch Grenzen. Der vorgeschriebene Mindesgehalt von 0,05 g darf im Pumpwerk auf keinen Fall unterschritten werden, damit die bakteriologische Sicherheit gewährleistet ist.

Die meiste Zeit des Jahres geben die WWW weniger als 0,10 g pro 1000 Liter zu. Sie können diese Zugabe nicht noch wesentlich weiter verringern wenn das Wasser auch weiterhin bakteriologisch einwandfrei sein soll. Führt ein solcher Gehalt zu einem "Chlorgeruch", so kann man daran leider nichts ändern. Die Sicherstellung der einwandfreien bakteriologischen Qualität muss vor allen anderen Erwägungen Vorrang haben.

Auch bei starken, andauernden Regenfällen und/oder Hochwasser der Ruhr muss die bakteriologische Qualität des Trinkwassers gewährleistet sein. Dazu kann es notwendig sein, den Gehalt an Chlordioxid über 0,10 g pro 1000 Liter anzuheben. Führt das zu einem Geruch "nach Chlor", muss das wiederum mit Blick auf die notwendige bakteriologische Sicherheit in Kauf genommen werden. Die WWW überprüfen in diesen Zeiten täglich die Notwendigkeit der höheren Dosierung und nehmen sie möglichst bald auf den üblichen Wert zurück.
Auch zu solchen Zeiten halten sich die WWW aber an die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Der geringe Gehalt an Chlordioxid verflüchtigt sich beim Erwärmen und erst recht beim Kochen und beeinflusst den Geschmack von Speisen und Getränken nicht durch einen Geruch nach Chlor.

 Eine Nachbehandlung des Trinkwassers durch „Filter“ oder Dosiergeräte ist nicht notwendig.

Insbesondere ist eine Enthärtung für den Haushaltsgebrauch überflüssig. Das Dortmunder Trinkwasser hat eine Härte von ca. 8,2° deutscher Härte bzw. 1,5 Millimol je Liter. Es liegt damit an der Grenze zwischen den im Waschmittelgesetz festgelegten Härtebereichen weich und mittel. Der nach DIN 1988 geforderte Filter beim Eingang in die Hausinstallation ist ein echter, mechanisch wirkender Filter und soll die Hausinstallation, nicht den Wasserverbraucher, schützen. Ein solcher Filter, der Feststoffe aus dem Rohrnetz von der Hausinstallation fernhalten soll, ist sinnvoll und beseitigt u.U. auch Störungen durch braunes und schwarzes Wasser. Er sollte eine Maschenweite von über 80 μm haben und rückspülbar sein. Andere Filter führen gegebenenfalls zu Störungen (z.B. Druckverlust). Eine Braunfärbung der Filter kommt durch Mangan zustande und ist gesundheitlich unbedeutend. Es handelt sich dabei nicht um „Schmutz“. Ebenso ist das Rückspülwasser rückspülbarer Filter durch Mangan dunkel gefärbt und nicht durch „Schmutz“.

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