Metanavigation


Suche

Suche starten

Pfad


Bereich




Pressemitteilungen

Dortmund, 19.10.2011

In Müll steckt Energie. Dieses Wissen setzt DEW21 bereits seit 1993 ein, um das Deponiegas aus der Deponie Grevel mit Hilfe von Blockheizkraftwerken in Strom und Abwärme umzuwandeln. „Nur wird die Abwärme dort, wo sie anfällt, häufig nicht gebraucht“, erklärt Dr. Ralf Karpowski, Geschäftsführer Technik von DEW21. „Einerseits sind keine Verbraucher in der Nähe, um zum Beispiel Haushalte zu versorgen, andererseits reicht die Abwärme nicht aus, um mit herkömmlicher Kraftwerkstechnik effizient Strom zu erzeugen. Um dieses Problem zu lösen, setzt DEW21 nun in einem innovativen Modellprojekt die neue ORC-Technik ein.“
Die Organic Rankine Cycle Technik (ORC) ermöglicht, die Abwärme, die bei der Deponiegasverstromung  entsteht, in Strom umzuwandeln. Und das funktioniert wie folgt: „Die Technik ist im Prinzip mit der eines konventionellen Kraftwerks vergleichbar“, erklärt Dr. Karpowski. „Nur das aufgrund der geringen Wärmemenge für unseren Prozess kein  Wasserdampf zum Einsatz kommen kann,  um die Turbinen anzutreiben.“ Deshalb wird eine  organische Flüssigkeit verwendet, deren Verdampfungstemperatur niedriger liegt.“
Das im 19. Jahrhundert entwickelte System der Wärmerückgewinnung wird heute bereits bei Großanlagen in der Geothermie, bei Solarthermo- und Meereswärmekraftwerken verwendet. "Bei unserer ORC-Anlage haben wir die Neuentwicklungen und bewährten Komponenten clever kombiniert und für unsere Zwecke größenmäßig angepasst", erklärt OR.C.AM-Geschäftsführer Torsten Rumor. Dabei gibt es weltweit erst 20 ORC-Anlagen dieser Leistungsgröße und -anwendung; DEW21 bringt in Dortmund die bundesweit erste Anlage auf den Weg.
Die mit der ORC-Technik erzeugte Strommenge reicht aus, um umgerechnet rund 300 durchschnittliche Vierpersonen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Umwelt freut‘s. "Durch die innovative Technik können wir jährlich rund 600 Tonnen CO2 einsparen", versichert Karpowski. „Das Engagement von DEW21 von rund 900.000 € ist deshalb eine gute Investition in die Umwelt.“
Das Dortmunder Energieunternehmen DEW21 ist damit schon zum zweiten Mal bundesweit führend, was den Einsatz innovativer Lösungen in der Wärmenutzung angeht und leistet damit einen weiteren Beitrag zur CO2-Minderung in unserer Stadt. Bereits seit 2009 ist DEW21 Pionier bei der Anwendung der La Therm-Technik. Mit diesem erfolgreichen Konzept wird Abwärme der Deponie Nordost zum Brackeler Schwimmbad transportiert und dort für die Heizung des Beckenwassers eingesetzt.

Ansprechpartner(in): Gabi Dobovisek
Telefon: 0231.544-3271
Mobil: 0172.285 2160
Fax: 0231.544-2316
E-Mail: gabi.dobovisek@dew21.de


Footer