Bis in die Sammelbrunnen fließt das Wasser mit natürlichem Gefälle und ganz von selbst. Doch nun muss es an der Pumpstation wieder aus der Tiefe heraus und sogar noch „über den Berg“ von Schwerte nach Dortmund gepumpt werden. Denn zwischen dem Wassergewinnungsgelände der Wasserwerke Westfalen (WWW) im Ruhrtal und den meisten Wasserhähnen der DEW21-Kunden in Dortmund liegt das Ardey-Gebirge mit dem Schwerter Wald. Das bedeutet, unser Wasser muss 80 m hoch, teilweise noch höher, gepumpt werden, um alle zu erreichen. Bis in die nördlichen Stadtteile von Dortmund muss es weit mehr als 20 km Fließstrecke überwinden.
Die Pumpstationen fördern das Trinkwasser aus dem Ruhrtal in drei große und mehrere kleine Hochbehälter mit etwa 70.000 m³ Gesamtfassungsvermögen. Alle Pumpstationen zusammen können mehr als 10.000 m³ in der Stunde fördern. Die WWW setzen immer die Pumpen ein, die gerade von der günstigsten Energiequelle gespeist werden, z. B. mit durch die Wasserkraft der Ruhr direkt angetriebenen Turbinenpumpen.
Ungefähr die Hälfte des Wassers kann indirekt mit selbstgewonnener Energie (ca. 20 Millionen kWh
grüner Strom) aus Wasserkraft und Wind gepumpt werden. Zur Förderung des anderen Teils muss Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden. Der Einsatz unterschiedlicher Energiearten gibt die Gewähr, dass die Hochbehälter bedarfsgerecht gefüllt sind und immer genügend Trinkwasser bereitgestellt werden kann. Gesteuert von einer zentralen Leitstelle der WWW wird das Wasser von den Hochbehältern durch annähernd 2.000 km Versorgungsleitungen an alle Haushalte in unserem Versorgungsgebiet über rund 91.000 Wasserzähler verteilt. Würde man alle Leitungsrohre hintereinander legen, so könnte das Wasser aus Dortmund bequem nach Madrid oder bis Sizilien fließen.











