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In Zukunft könnten so genannte Kraft-Wärme-Kopplungs-Geräte eine lohnenswerte Alternative zu Öl- und Gasheizungen auch für Einfamilien-Häuser sein. Die Vorteile: Sie produzieren sowohl Strom als auch Wärme dezentral im Eigenheim. Strom muss nur noch bei Bedarfsspitzen aus dem öffentlichen Netz hinzugekauft werden. Außerdem sind KWK-Geräte weitaus effizienter. Bei der zentralen Stromerzeugung in Kraftwerken gehen aufgrund langer Transportwege bis zum Endverbraucher und wegen Nicht-Nutzung entstehender Abwärme bei der Stromerzeugung bis zu zwei Drittel der zu Beginn eingesetzten Energie verloren. Mit KWK-Geräten, auch Blockheizkraftwerke genannt, kann dagegen die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme für das Heizen von Räumen und das Erhitzen von Wasser mit genutzt werden.

Bislang lohnen sich solche Geräte aufgrund ihrer etwas zu hohen Leistung meist nur für größere Häuser und Mehrfamilienhäuser. Zwar kann jede zuviel produzierte Kilowattstunde wieder zurück ins Netz eingespeist werden, doch ist die Entlohnung hierfür in der Regel niedriger als die Kosten der Herstellung. Auch die thermische Leistung kann in den meisten kleineren Häusern nicht voll genutzt werden. Ob sich ein KWK-Gerät eventuell doch lohnt, kann in einer eingehenden Beratung herausgefunden werden.

 

Honda BHKW Die Entwicklung geht allerdings schon seit Jahren in Richtung sehr kleiner Leistungsbereiche (etwa 1 kWel). Bislang hat zwar noch keines dieser Projekte die Serien- oder Marktreife erreicht. Doch Geräte wie das Mikro-BHKW der Firma Honda mit einer elektrischen Leistung von 1 kW und einer thermischen Leistung von 3,25 kW könnten dies bald ändern. Bereits seit 2003 auf dem japanischen Markt erhältlich, hofft der Hersteller auf baldige Zulassung auch auf dem europäischen Markt. Zurzeit erfolgen Prüfstandtests in Deutschland.

 

Funktionsweise

Das Honda-Modul soll mit allen in Deutschland verfügbaren Gasarten betrieben werden können. Herzstück des Moduls ist ein Einzylinder-Viertakt-Motor, der über einen Generator Strom erzeugt. Sowohl die beim Betrieb des Motors entstehende Abwärme als auch die Wärmeenergie der Abgase, mit Hilfe eines Wärmetauschers, wird verwertet. Das System besitzt deshalb einen thermischen Wirkungsgrad von 65 Prozent. Zusammen mit dem elektrischen Wirkungsgrad von 20 Prozent ergibt sich bezogen auf die eingesetzte Primärenergie ein Systemwirkungsgrad von 85 Prozent.

Das Mikro-BHKW von Honda wurde hinsichtlich seiner Leistung so ausgelegt, dass es den durchschnittlichen Grundlastbedarf an Strom und Wärme eines Einfamilienhauses decken kann. Nur bei Lastspitzen muss zusätzliche Energie aus sekundären Systemen hinzubezogen werden. Zur Deckung eines höheren Warmwasser- oder Heizungsbedarfs empfiehlt sich beispielsweise die Kombination mit einem Gas-Brennwertgerät. Strombedarfsspitzen werden über die Verbindung mit dem öffentlichen Netz gedeckt. Unter Umständen zu viel produzierter Strom kann dort auch wieder eingespeist werden.

Alle Vorteile in der Zusammenfassung

KWK-Geräten haben einen besonders hohen Wirkungsgrad. Dies bestätigen laut ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch) Vergleichsrechnungen für verschiedene Modellhaushalte. Darüber hinaus ergaben Untersuchungen auf einem neutralen Prüfstand, dass sich die vom Hersteller angegebenen Effizienz-, Verbrauchs- und Servicedaten auch in der Praxis erreichen lassen. Außerdem hat die Selbstversorgung mit Strom und Wärme den Vorteil, von Zulieferungen durch externe Anbieter weitgehend unabhängig zu sein. Für eine breite Anwendung dieses Moduls sprechen sicher auch die kompakten Maße von 640 x 380 x 940 mm sowie dessen relativ geringe Geräuschemissionen. Weiterhin könnte der großflächige Einsatz der Honda-Module einen Beitrag zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen leisten, denn pro Haushalt werden damit bis zu 15 Prozent weniger dieses Treibhausgases freigesetzt.

Weiterführende Informationen, zum Beispiel über zur Zeit auf dem Markt erhältliche Geräte, erhalten Sie auch unter  http://www.stromerzeugende-heizung.de, in unserem Kundenzentrum oder unter http://www.asue.de . Die Energieagentur.NRW hat ein Informationsblatt über die Förderung von Blockheizkraftwerken herausgegeben.


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