Metanavigation


Suche

Suche starten

Pfad


Bereich



Tarifrechner


Bilden sich in einer Wohnung schwarz-braune Flecken an Innenflächen von Außenwänden, kann dies verschiedene Ursachen haben.

Früher war - bedingt durch undichte Fenster und Einfachverglasung - ein meist ausreichender Luftaustausch auch bei seltener geöffneten Fenstern gegeben. Gelegentliche Tauwasserbildung an den Fensterscheiben konnte leicht entfernt werden, bzw. durch den Abfluss im Fensterrahmen.

Durch den nachträglichen Einbau neuer, dichter Fenster mit Wärmeschutzverglasung wird dieses jedoch unterbunden. Anfallendes Tauwasser schlägt sich nun eher an kalten, besonders nicht wärmegedämmten Wänden nieder (siehe dazu auch Wärmedämmung). Werden die Räume zu selten oder nicht ausreichend von den Bewohnern belüftet, oder liegen bauliche Mängel vor, kann es dann schnell zu Schimmelpilzbildung kommen. Sowohl die Schimmelpilze selbst als auch die von ihnen freigesetzten Sporen können Haut- und Schleimhautreizungen, Allergien und Atemwegsbeschwerden hervorrufen.

Schimmelpilz entsteht durch unsichtbare Wasserdampfkondensation an Innenflächen von Außenbauteilen, wenn die Taupunkttemperatur des Raumklimas (siehe Raumklima) unterschritten wird. Das führt zu einer höheren Baustoffeuchte und damit zu guten Keimbedingungen für Pilzsporen. Schimmelpilze wachsen demzufolge vermehrt in Ecken, in Höhe der Fußbodenleisten und an schlecht belüfteten Stellen auf der Innenseite von Außenwänden. Auch zu dicht an Wände herangerückte Möbel wirken begünstigend.

Neben baulichen Mängeln sind eingefahrene Verhaltensweisen der Hausbewohner die Hauptursache für Feuchteprobleme. Da die Feuchtigkeit nur durch das Fenster entweichen kann, empfiehlt sich ein kräftiger Luftwechsel bei vollständig geöffnetem Fenster (Stoßlüftung) mehrmals am Tag. Eine solche Stoßlüftung ist einem permanent angekippten Fenster aus Gründen der Energieeffizienz vorzuziehen, weil ansonsten zu viel Wärme entweicht.






Footer