Im Winter helfen gegen Kälte mehrere dünne Kleidungsstücke besser als eine einzelne dicke Jacke. Die Erklärung hierfür ist einfach: Die ruhenden Luftschichten, die sich zwischen den Schichten bilden, weisen eine relativ geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Das gleiche Prinzip kommt auch im baulichen Wärmeschutz zum Tragen, zum Beispiel beim zweischaligen Mauerwerk.
Dämmstoffe werden je nach Rohstoffbasis nach anorganische (mineralischer) und organischer Machart unterschieden. Die organischen Dämmstoffe können wiederum aus Kunststoffen hergestellt werden, die aus Erdöl gewonnen wurden, oder aus nachwachsenden Rohstoffen. Letztere werden umgangssprachlich oft als natürliche oder ökologische Dämmstoffe bezeichnet. Eine Unterscheidung lässt sich auch anhand der Struktur treffen. Bei Faserdämmstoffen bilden Fasern eine Materialansammlung, die in der Luft eingeschlossen ist. Geschäumte Dämmstoffe bestehen aus einer festen Matrix, die luft- oder gasgefüllte Poren umschließt. Marktführer mit 58 Prozent Marktanteil sind die Mineralfaserdämmstoffe, gefolgt von Hartschaumstoffen, die auf 36 Prozent kommen. Dämmstoffe aus nachwachsenden Dämmstoffen liegen bei fünf Prozent Marktanteil.
Üblicherweise können Dämmstoffe als Platten, Matten, Filze und Zöpfe gekauft werden. Zum Ausfüllen von Hohlräumen wird Schaum zum Einbringen vor Ort oder lose Ware in Säcken angeboten. Mit Schalen oder Schläuchen werden Rohre ummantelt. Es gibt Dämmstoffe im Verbund mit Papier, Pappe, Glasvlies, Kunststoff- oder Metallfolien sowie mit mineralischen Wandbaustoffen, zum Beispiel Gipskartonplatten, Betonsteinen oder Ziegeln.
Welcher Dämmstoff isoliert am besten?
Bauherren interessiert besonders: Wie viel Energie kann mit welchem Dämmstoff eingespart werden? Eine pauschale Antwort ist hier nicht möglich. Die Wahl des richtigen Dämmstoffs hängt neben dem Wärmeschutz von vielen Faktoren ab, wie der Wärmespeicherfähigkeit, dem Wasseraufnahmevermögen, der Schalldämmung, dem Brandverhalten, der Elastizität, der Temperaturbeständigkeit, der Rohstoffherkunft oder von Schadstoffen bei der Herstellung. Um die richtige Entscheidung zu treffen, sollte kompetenter Rat vom Fachmann eingeholt werden. Ausführliche Informationen finden sich auch in Informationsbroschüren von Umweltinstituten, Energieagenturen und Verbraucherschutzorganisationen.
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