Rund 45 Euro verschenkt ein durchschnittlicher Privathaushalt beim Wäschewaschen Jahr für Jahr. Auf alle Haushalt in Deutschland hochgerechnet eine gewaltige und überflüssige Verschwendung - dabei kann jeder Einzelne mit einfachen Tipps das Energiesparpotenzial seiner Waschmaschine voll ausnutzen und zusätzlich die klimaschädlichen CO2-Emissionen mindern.
Im Alltag
- Füllmenge nutzen
Die Füllmenge der Waschmaschine sollte immer maximal ausgenutzt werden. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass mit einer Mengenautomatik zum Beispiel eine halbe Ladung Wäsche auch nur die Hälfte an Energie verbraucht. Das ist falsch. Die "1/2-Taste" spart zwar Energie und Wasser ein - aber nicht die Hälfte. - Niedrige Temperaturen und keine Vorwäsche
Leicht verschmutze Wäsche wird ohne Probleme auch bei niedrigen Temperaturen und ohne Vorwaschprogramm sauber. Vermeiden Sie deshalb besonders energieintensive Kochwaschgänge. Mit den heutigen modernen Waschmaschinen und Waschmitteln reicht bei normaler Verschmutzung der Hauptwaschgang bei 30° in der Regel völlig aus. Anstatt mit 60 Grad nur mit 40 Grad zu waschen, spart die Hälfte an Strom, mit 30 Grad sogar fast zwei Drittel. Nur bei hartnäckiger Verschmutzung sind 60 Grad notwendig. - Energiesparprogramme
Energiesparprogramme erreichen den gleichen Reinheitsgrad wie normale Programme trotz niedrigerer Temperaturen, indem sie einfach die Waschzeit verlängern. Die heutigen hochwirksamen Waschmittel können dann länger einwirken. - Zeitvorwahl bei programmierbaren Geräten
Das programmieren einer bestimmten Startzeit kann unter Umständen lange Stand-by-Zeiten zur Folge haben, in denen das Gerät mehr Strom als nötig verbraucht. - Flecken sofort behandeln
Einzelne hartnäckige Schmutzflecken am besten mit Gallseife vorbehandeln, oder die Wäsche vorher einweichen. Das spart unnütze Waschgänge. - Waschmitteldosierung
Für leicht und normal verschmutzte Wäsche reichen ein Drittel weniger an Pulver als auf der Waschmittelpackung angegeben vollkommen aus. Nur im Härtebereich 1 benötigen Sie wirklich die empfohlene Waschmittelmenge. - Das richtige Waschmittel
Vollwaschmittel sollte ausschließlich für Kochwäsche verwendet werden. Für Fein- und Buntwäsche sind die hierfür vorgesehenen Waschmittel sowohl für die Wäsche als auch für die Umwelt schonender. - Kein Weichspüler
Verzichten Sie generell auf Waschmittel mit Weichspüleffekt und Weichspüler. Auch so genannte Waschkraftverstärker und Vorwaschsprays sind überflüssig. - Wasser enthärten
Bei härterem Wasser empfiehlt sich bei Temperaturen über 60°C ein separater, phosphatfreier Enthärter (siehe Enthärtung). In Dortmund liegt die Wasserhärte im gesamten Versorgungsgebiet im Härtebereich weich.
Neuanschaffung
- Auf Energielabel achten
Alle Waschmaschinen im Handel sind mit einem "Energiegütesiegel" ausgezeichnet. Achten Sie darauf bei einer Neuanschaffung. Die sparsamsten Geräte sind mit einem "A" ausgezeichnet, die verschwenderischsten Geräte tragen den Buchstaben "G". - Warmwasseranschluss
Waschmaschinen benötigen den meisten Strom zum Aufheizen des Wassers. Strom kann zum Teil mit einer Waschmaschine eingespart werden, die serienmäßig nicht nur einen Kalt-, sondern auch einen Warmwasseranschluss hat - und gleichzeitig das Wasser mit Hilfe einer Solaranlage, Fernwärme, modernen Gas- oder Ölheizung oder eines geeigneten Gas-Durchlauferhitzer erwärmt wird. Achten Sie auch darauf, dass die Zuleitung kurz und die Rohrisolierung (siehe Isolierung) gut ist. - DEW21-Kundenzentrum besuchen
Unsere Energieberater wissen, welche Haushaltsgeräte besonders sparsam sind. Lassen Sie sich bei uns beraten.











