Pro Heizperiode, zwischen Oktober und April, ist eine Heizungsanlage etwa 1.350 bis 1.500 Stunden im Einsatz. Trotz dieser Dauerbelastung lassen viele Eigentümer keine regelmäßige Wartung durchführen – dabei zahlt sich die kleine Mühe in barer Münze aus. Bis zu vier Prozent Energiekosten können eingespart werden.
Damit die Heizungsanlage wirklich ihre durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren erreicht, sind eine regelmäßige Reinigung der Heizflächen im Wärmeerzeuger und eine Überprüfung der regelungstechnischen Einrichtungen sowie der Brennereinstellung notwendig. Größere Wartungsarbeiten an Heizgeräten und die Störungsbeseitigung dürfen nur von einem Fachhandwerker ausgeführt werden. Bei einer Wartung und Inspektion stellt dieser die Gebrauchsfähigkeit und damit die Sicherheit der Anlage fest. Damit lassen sich Ablagerungen im Heizkessel und eine schlechte Einstellung der Vorlauf- und Kesseltemperatur vermeiden, die die Effizienz deutlich verringern. Schon geringe Ablagerungen im Heizkessel von nur 1 Millimeter können Energieverluste von ca. 4 Prozent verursachen.
Inspektions- und Wartungsverträge
Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt empfiehlt den Abschluss eines Inspektions- oder Wartungsvertrages. Inspektionsverträge werden für neue Heizungen abgeschlossen und umfassen die regelmäßige Überprüfung der Regelung, des Wärmeerzeugers und weiterer Komponenten. Mit Wartungsverträgen werden Anlagen gepflegt, die bereits seit einigen Jahren in Betrieb sind. Die älteren Geräte werden dann nicht nur überprüft, sondern auch gereinigt und bei Bedarf Klein- und Verschleißteile ausgetauscht.
Heizkörper
Zu Beginn der Heizperiode sollten auch die Heizkörper kontrolliert werden. Ein Gluckern und keine ausreichende Wärme trotz aufgedrehten Thermostats deuten auf Luftpolster im Heizkörper hin, die sich in der heizfreien Zeit gebildet haben können. Zum Entfernen der Luft öffnen sie das Entlüftungsventil Ihres Heizkörpers und halten ein Gefäß darunter. Sobald Wasser austritt, ist die Luft entwichen, und Sie können das Ventil wieder schließen. Kontrollieren Sie anschließend unbedingt den Wasserdruck der Heizungsanlage, da durch das Entlüften der Systemdruck zu tief fallen kann.
Bei einer Gasversorgung rät die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch(ASUE) noch zu folgendem Check, den man ganz leicht selbst durchführen kann:
- Sind die Absperreinrichtungen an Gaszählern und am Gas-Hausanschluss frei zugänglich?
- Sind frei verlegte Gasleitungen gut befestigt und nicht als „Lastenträger“ zweckentfremdet?
- Haben die Gasleitungen Roststellen? Besonders gern bilden sich diese an Wand- und Deckendurchführungen sowie in feuchten und unbelüfteten Räumen.











