Heutzutage gibt es eine ganze Palette von modernen und effizienten Geräten, die eine komfortable Versorgung einer Wohnung oder eines Hauses mit warmem Wasser problemlos sicherstellen. Grundsätzlich sind zwei Möglichkeiten der technischen Umsetzung zu unterscheiden. Entweder der zentralen Lösung wird das Warmwasser zum Beispiel über den Heizkessel erzeugt und anschließend über Leitungen zu den einzelnen Zapfstellen geleitet. Bei zu langen Leitungen vom Kessel bis zu den Zapfstellen sind dezentrale Systeme die bessere Alternative. Hier wird eine einzelne Zapfstelle oder eine Gruppe von nah beieinander liegenden Zapfstellen mit einem eigenen Warmwassergerät ausgestattet. Das Wasser wird erst dann erwärmt, wenn es auch benötigt wird. Man kann von der Faustregel ausgehen, dass die Investitionskosten für eine zentrale Warmwassererzeugung geringer als bei einer dezentralen sind, dafür die Verbrauchskosten höher.
Erdgas-Kombitherme
Eine Erdgas-Kombitherme ist neben der Erwärmung über den Heizkessel eine elegante Möglichkeit, die Warmwasserversorgung in einer Wohnung sicher zu stellen. Auch in größeren Wohnungen, für Familien oder bei einem Gästebad mit zweiter Dusche kann die Technik eingesetzt werden, nämlich in Form eines untergebauten Speichers mit 110 bis 130 l Inhalt. Das reicht bei sparsamen Umgang und kurzen Leitungen sogar noch aus, um zwei Duschstellen zeitgleich zu versorgen und die Küche mit anzuschließen. Wer sich den Luxus einer 250-l-Eckbadewanne leisten möchte, ist mit einem Speicher von 150 bis 180/200 l besser bedient.
Warmwasser-Speichergerät
Speicher gibt es mit unterschiedlich großem Fassungsvermögen. So genannte Kleinspeicher fassen 5-15 Liter, "offene Speicher" 5-100 Liter und "geschlossene Speicher" für eine Gruppen- und Zentralversorgung von mehreren Zapfstellen 5-150 Liter.
Ein Kleinspeicher zum Beispiel empfiehlt sich dann, wenn die Versorgungsleitungen für Warmwasser in die Küche zu lang sind, oder ein Geschirrspüler vorhanden ist, so dass nur wenig heißes Wasser zum Handspülen benötigt wird. Er lässt sich problemlos im Schrank unter der Spüle anbringen und hält das Wasser mit einer einstellbaren Temperatur bereit. Der Komfort hat allerdings seinen Preis: 12-17 Prozent der Leerlaufenergie eines Haushaltes gehen auf diesen Küchenhelfer zurück.
Manche Kilowattstunde - 70 bis 135 - lässt sich aber auch wieder durch Abschalten des Gerätes bei längerem Nichtgebrauch einsparen. Das macht rund 10 bis 20 Euro im Jahr aus. Komfortabler ist ein Vorschaltgerät, das ebenfalls unter der Spüle angebracht wird. Die Stromzufuhr wird dann über einen von außen zugänglichen Taster nur bei Bedarf eingeschaltet. Nach ca. 15 Minuten wird das Vorschaltgerät dann wieder vom Stromnetz getrennt. Bei neuen Kleinspeichergeräten funktioniert dies nur eingeschränkt und ist von der Häufigkeit der Nutzung abhängig, da ein moderner Untertischspeicher sehr lange braucht, um das Wasser zu erhitzen. In 24 Stunden werden nur etwa 0,2 kWh verbraucht, um das Wasser auf 60 Grad Celsius zu erwärmen.
Elektrische Durchlauferhitzer
Auch Durchlauferhitzer gibt es in unterschiedlich großen Ausführungen. Die Anschlussleistungen reichen von 2 bis 27 kW, ihr Einsatzzweck von einzelnen bis zu Gruppen von Zapfstellen. Für ein Handwaschbecken in einem nur gelegentlich genutzten Gäste-WC genügt ein Gerät mit zwei bis drei kW aus. Bei einer höheren Leistung muss allerdings ein Leitungsquerschnitt von 3x2,5 mm² und eine 16-Ampere-Sicherung (siehe Ampere) vorhanden sein.
Beratung im Kundenzentrum
Vor einer Kaufentscheidung empfehlen wir Ihnen, in unserem Kundenzentrum vorbeizuschauen. Hier erhalten Sie von unseren Energieberatern kompetente Beratung über die Preise sowie die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Geräte.











