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Selen

Metallisches Selen kommt selten vor und nur zusammen mit Schwefel. Spuren von Selenverbindungen gibt es in allen schwefelhaltigen Erzen, aber auch in Kohle und Phosporlagerstätten. Die Selengehalte in Böden schwanken stark (etwa zwischen 0,01 und 1 mg/kg). Selen wird von der Industrie für viele Zwecke verwendet.

Im Trinkwasser kann Selen geogen vorkommen (Donautal). Es kann aber auch durch Verbrennen von Erdöl in die Luft und durch Ausregnen ins Oberflächen- und Grundwasser gelangen. Selenverbindungen können auch durch Abwässer der Elektroindustrie ins Wasser kommen.

Selen ist in geringen Mengen ein essentielles Spurenelement. Erst ab täglicher Aufnahme von 0,01 bis 0,1 mg je kg Körpergewicht kann es giftig sein. Selenmangel kann beim Menschen vermutlich Herz-Kreislauferkrankungen verursachen. Bei Tieren wurden verschiedene Selenmangelkrankheiten, aber auch Selenvergiftungen beobachtet.
Der Grenzwert nach TrinkwV beträgt 0,01 mg/l.


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