Nahwärmekonzept für den Zoo nimmt erste Förderhürde

DEW21-Konzept. Klimaneutral bis 2030

Der Dortmunder Zoo hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt - das Erreichen der Klimaneutralität bis 2030. Dazu hat er sich über das Ökozentrum Hamm mit der Frage an die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) gewandt, wie die verschiedenen Gebäude nachhaltig mit Wärme versorgt werden können. Die Energie-Expert*innen von DEW21 haben hierfür schnell ein innovatives Konzept entwickelt. Die Idee: Ein kaltes Nahwärmenetz, das niedrige Ausgangstemperaturen nutzt, wodurch die Wärmeverluste über das Netz minimiert werden können. Hierdurch können, sogar im Umfeld des Zoos, regenerative Energiequellen erschlossen werden, die zusätzlich auch das angrenzende Berufsförderungswerk, die Pflanzenschauhäuser des Rombergparks und möglicherweise auch ein sich derzeit in Planung befindliches Rehazentrum der Johannis-Stiftung versorgen können.

Die gemeinsam mit dem Arnsberger Ingenieurbüro Schmidt und Willmes durchgeführten eingehenden Prüfungen ergaben, dass mithilfe geothermischer Bohrungen und Solarkollektoren genügend thermische Energie bereitgestellt werden kann. Dezentrale Wärmepumpen in den einzelnen Gebäuden sollen dann in diesem Konzept die Aufgabe übernehmen, die unterschiedlichen Wärmebedarfe der Gebäude vom Klassenzimmer bis zum Tropenhaus zu gewährleisten.

Das Wärmekonzept umfasst die nachhaltige Wärmeerzeugung direkt auf dem Gelände und die Weiterverteilung über ein Netz an die Wärmepumpen in den einzelnen Gebäuden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des Förderprogramms „Wärmenetzsysteme 4.0“ solche innovativen Netze. „Mit der Zusage der finanziellen Unterstützung hat jetzt unser Konzept erfolgreich die erste Hürde genommen,“ freut sich Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung, „damit haben die Geldgeber*innen bestätigt, dass die Umsetzung grundsätzlich förderungsfähig ist. Als nachhaltiger Lebensversorger freuen wir uns, die Stadt Dortmund bei den Klimazielen mit modernen Lösungen zu unterstützen.“

„Klima, Artenschutz und die Vielfalt der Natur zu wahren, das ist moderner Zoobetrieb in unserer Zeit“, ergänzt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Ich freue mich, dass unser Zoo alle diese Themen mit großem Engagement vorantreibt. Nun rückt die Klimaneutralität auch noch ein Stück näher. So kann es weitergehen."

Jetzt stehen die Projektpartner vor der Herausforderung, auf Basis der Erkenntnisse der Prüfungen ein Realisierungskonzept aufzustellen. Eine Arbeit, die sich lohnt, denn für den Bau des Wärmenetzes stellt das BAFA eine Unterstützung von 38 Prozent in Aussicht.