Neues Wasserpreissystem führt zu einer größeren Verursachergerechtigkeit

 

In einem fast einjährigen Projekt hat DEW21 die Umstellung des Wasserpreissystems geprüft, da sich beim bestehenden Reformbedarf offenbart hatte. Denn in den vergangenen Jahren hat sich das Verbrauchsverhalten der Trinkwasserkund*innen durch verschiedene Einflussfaktoren wie den Struktur- und Klimawandel sowie durch demographische Entwicklungen nachhaltig verändert. Während die Bevölkerungszahl in Dortmund sich nur marginal geändert hat, hat sich der Wasserverbrauch nahezu halbiert. Das Wasserpreissystem wurde jedoch noch nicht auf diese Veränderungen angepasst.

 

Der Wasserpreis setzt sich auch künftig aus fixen und variablen Kosten zusammen. Dabei errechnet sich der Verbrauchspreis (die variablen Kosten) wie vorher auch nach dem tatsächlichen Verbrauch. Auf Seiten der Fixkosten, die die Kosten für die Inanspruchnahme der Trinkwasserinfrastruktur wie Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Netze darstellen, gibt es jedoch eine grundlegende Änderung: An die Stelle des ehemaligen Grundpreises tritt der neue Systempreis. Dieser basiert nicht mehr auf der jeweiligen Zählergröße, sondern berechnet sich bei Wohngebäuden nach der Anzahl der Wohneinheiten und bei Nicht-Wohngebäuden nach den abgenommenen Wassermengen.

 

 

Selbstauskunft zur Gebäudenutzung für die Berechnung Ihres Wasserpreises

 

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Die gesetzlich geforderte Information zur Verarbeitung Ihrer Daten bei DEW21 stellen wir hier für Sie bereit.

 

 

Häufig gestellte Fragen

 

  • Bisher haben Ein- und Mehrfamilienhäuser in einem Großteil der Fälle die gleichen Fixkosten bezahlt – mit dem Unterschied, dass Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern diese auf alle Haushalte aufteilen konnten. Dadurch hat ein Haushalt in einem Einfamilienhaus mehr Fixkosten bezahlt als ein Haushalt in einem Mehrfamilienhaus, obwohl für beide die gleiche Versorgungsleistung vorgehalten wird.

     

    Aus dem Grund hat sich DEW21 entschieden, die Fixkosten von der Anzahl der Wohneinheiten abhängig zu machen und so für eine gerechtere Verteilung der Fixkosten zwischen Ein- und Mehrfamilienhäuser zu sorgen. Als Ausgleich dazu hat DEW21 den Verbrauchspreis reduziert. Insgesamt bewegen sich die Be- und Entlastungen für die Kund*innen nur in einer sehr engen Bandbreite von maximal plus / minus 5 Prozent. Darüber hinaus wird optional ein Servicepreis für über den Systempreis hinausgehende, zusätzliche Leistungen wie weitere Zähler erhoben. Die Höhe des Servicepreises wird durch die Nenngröße des Zählers festgelegt. Auf Seiten von DEW21 erfolgt die Umstellung umsatzneutral.

  • Für welche Gebäude gilt das Wasserpreissystem?

    Das Wasserpreissystem gilt für Wohngebäude und für Nicht-Wohngebäude (Gewerbe u. a.). Die Bemessungsgrundlage für den Systempreis (ehemals Grundpreis) ist unterschiedlich: Bei Wohngebäuden ist die Anzahl der Wohneinheiten im Haus ausschlaggebend, bei Nicht-Wohngebäuden wird der Jahressystempreis anhand der abgenommenen Wassermenge ermittelt.

  • Woher weiß DEW21, wie ein Gebäude genutzt wird und wie viele Wohneinheiten sich darin befinden?

    Wir haben unsere Kund*innen Ende 2020 angeschrieben und sie um eine Selbstauskunft gebeten, die u.a. die Anzahl der Wohneinheiten für ihr Gebäude abgefragt hat. Diese Selbstauskünfte sind die Grundlage für die Bemessung des jeweiligen Systempreises. Für Kund*innen, die sich nicht an der Selbstauskunft beteiligt haben, wurden die Daten aus Vergleichswerten abgeleitet.

  • Prüft DEW21 meine Angaben?

    Grundsätzlich vertrauen wir erst einmal auf die Angaben unserer Kund*innen im Rahmen der Selbstauskunft. Stichprobenartig (z.B. im Rahmen der turnusmäßigen Zählerwechselungen) werden wir die Angaben überprüfen.

  • Wie setzt sich der neue Wasserpreis für Wohngebäude zusammen?

    Der neue Wasserpreis für Wohngebäude besteht aus:

     

    • einem Verbrauchspreis für die gelieferte Wassermenge,
    • einem Systempreis (ehemals Grundpreis), der die Kosten für den Betrieb und Vorhaltung des Wasserversorgungssystems abbildet. Bemessungsgrundlage hierfür ist die Anzahl der Wohneinheiten.
    • Und einem optionalen Servicepreis, der für Zusatzleistungen gilt, die über die im Systempreis enthaltenen Leistungen hinausgehen, wie z.B. Kosten für zusätzliche Zähler.
  • Wie setzt sich der neue Wasserpreis für Nicht-Wohngebäude zusammen?

    Der neue Wasserpreis für Wohngebäude besteht aus:

     

    • einem Verbrauchspreis für die gelieferte Wassermenge,
    • einem Systempreis (ehemals Grundpreis), der die Kosten für den Betrieb und Vorhaltung des Wasserversorgungssystems abbildet. Bemessungsgrundlage hierfür ist der Jahresverbrauch.
    • Und einem optionalen Servicepreis, der für Zusatzleistungen gilt, die über die im Systempreis enthaltenen Leistungen hinausgehen, wie z.B. Kosten für zusätzliche Zähler.
  • Welchen Systempreis muss ich für mein Gebäude zahlen?

    Sie finden die jeweils geltenden Preise auf unseren Webseiten zu "Unser Wasser" im Dokument "Allgemeiner Tarif für die Versorgung mit Wasser".

  • Wieso wird zwischen Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden (Gewerbe u. a.) unterschieden?

    Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude nehmen das Trinkwasserversorgungssystem in unterschiedlichem Maße in Anspruch. Diese Leistungsunterschiede werden auch bei den Wasserpreisen berücksichtigt. Während bei Wohngebäuden die Anzahl der darin enthaltenen Wohneinheiten ausschlaggebend für die Höhe des Systempreises ist, ziehen wir bei Nicht-Wohngebäuden (Gewerbe u. a.) die abgenommene Wassermenge als Maßstab heran.

  • Die Einstufung meines Gebäudes stimmt nicht. Kann ich das ändern?

    Grundlage der Einordnung sind die Angaben in der Selbstauskunft. Sollten Sie daran nicht teilgenommen haben und sollte die Zuordnung deshalb nicht stimmen oder sollten die Angaben nicht mehr gültig sein, haben Sie die Möglichkeit, uns mittels Selbstauskunft Ihre Angaben zu übermitteln. Das Formular für Ihre Selbstauskunft finden Sie auf der Seite oben.

  • Mein Gebäude enthält Wohnungen und auch Gewerbe- bzw. anderweitig genutzte Einheiten (gemischt-genutztes Gebäude). Welcher Systempreis gilt für mich?

    Entscheidend ist dafür, ob in dem betreffenden Gebäude die Wohn- oder die Gewerbeeinheiten überwiegen. Sind darin mehr Gewerbe- als Wohneinheiten enthalten, wird das Gebäude als Nicht-Wohngebäude erfasst. Überwiegt die Anzahl der Wohnungen, wird das Gebäude als Wohngebäude erfasst. Ein Beispiel: In Ihrem Gebäude befinden sich fünf Wohnungen und eine Arztpraxis. Die Anzahl der Wohneinheiten überwiegt also, es gilt der Systempreis für Wohngebäude.

     

    Ist der Anteil an Wohn- und Gewerbeeinheiten gleich, betrachten wir die Art des Gewerbes und seinen Trinkwasserverbrauch genauer: Verbrauchen die Gewerbeeinheiten mehr als die Wohneinheiten, wird das Gebäude als Nicht-Wohngebäude gewertet. Das gilt entsprechend analog für Wohngebäude. Dies ermöglicht die Anwendung des fairen Wasserpreissystems.

  • Wieso ist der Systempreis für ein 8-Familienhaus höher als für ein Einfamilienhaus. Bisher waren sie doch gleich?

    Das neue Wasserpreissystem ist jetzt gerechter. Bisher war die Größe des Wasserzählers ausschlaggebend für den Grundpreis (jetzt Systempreis). Da in einem Einfamilienhaus und in einem Achtfamilienhaus jeweils dieselbe Zählergröße eingebaut ist, war auch derselbe Grundpreis zu zahlen. Das bedeutet also, dass der Haushalt in einem Einfamilienhaus den Grundpreis allein zu zahlen hat, während sich die acht Haushalte in dem betreffenden Mehrfamilienhaus den Grundpreis teilen konnten.

     

    Der Wasserversorger muss aber für jeden der acht Haushalte im Mehrfamilienhaus die gleiche Leistung vorhalten, wie für den einen Haushalt im Einfamilienhaus. Durch das neue Preissystem, das sich künftig an der Anzahl der Wohneinheiten orientiert, wird diese Unausgewogenheit beseitigt. Damit werden die Systempreise deutlich verursachungsgerechter sein.

  • Mein Gebäude steht leer bzw. in meinem Gebäude gibt es leerstehende Wohnungen/Ladenlokale. Muss ich den Systempreis auch bei Leerstand zahlen?

    Ja, der Systempreis ist auch für vorübergehend oder dauerhaft nicht bewohnte Wohneinheiten zu entrichten. Denn solange ein Anschluss an die Trinkwasserversorgung besteht, erfolgt auch eine Leistungsvorhaltung für das gesamte Gebäude und es entstehen Kosten.

  • An der Lieferanschrift steht kein Gebäude. Was gilt dann?

    Wir versorgen nicht nur Gebäude, sondern auch Gelände (z. B. Gartenbauflächen oder landwirtschaftliche Flächen) mit Wasser. Hier gilt der Systempreis für Nicht-Wohngebäude.

  • Ich habe mein Gebäude umgebaut. Muss ich die Änderungen mitteilen?

    Ja. Nutzen Sie dafür bitte das Selbstauskunftsformular oder schreiben uns eine E-Mail: selbstauskunft@dew21.de. Das Formular für Ihre Selbstauskunft finden Sie auf der Seite oben.