Themen zur Energiekrise in der Übersicht:

Alles zur Entlastung der Gas- und Wärmekund*innen

Erfahren Sie alles wichtige zur Umsatzsteuer.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Hier finden Sie Infos zur Bezahlbarkeit von Energie.

 

 

 

 

Hier finden Sie unsere Energiespartipps, auch über Social Media Facebook & Instagram.

 

 

 

 

 

Krise auf den Energiemärkten 

(Stand vom 18.11.2022, 10:30 Uhr)

 

Die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt ist herausfordernd – inzwischen gilt sie als historisch, da es eine solche Ausnahmesituation bisher noch nicht gegeben hat. Uns alle begleiten Unsicherheiten und Sorgen rund um die Sicherheit der Versorgung – insbesondere, da die Bundesregierung am 23.06.2022 die 2. Eskalationsstufe im „Notfallplan Gas“ ausgerufen hat.

 

Die Versorgungssicherheit ist weiterhin in Deutschland und in Dortmund gewährleistet. Das Thema Energiesparen ist gleichzeitig aktueller denn je – nicht nur aus kosten- oder umweltschutztechnischen Gründen.

Was ist die sogenannte Dezember-Soforthilfe?

Die Bundesregierung möchte vor dem Hintergrund der enorm gestiegenen Kosten Gas- und Wärmekund*innen so schnell wie möglich finanziell entlasten. Da die reguläre Energiepreisbremsen erst ab Frühjahr 2023 greifen sollen, werden die Kund*innen im Dezember 2022 eine einmalige finanzielle Entlastung – die sogenannte Dezember-Soforthilfe – erhalten. Diese dient der finanziellen Überbrückung bis zur regulären Einführung der Gaspreisbremse.

 

    • Erdgas: Alle Privat- und Gewerbekund*innen, die über ein Standardlastprofil (SLP) beliefert werden, sowie Kund*innen mit registrierender Leistungsmessung (RLM) mit einem Jahresverbrauch bis 1,5 Mio. kWh (i.d.R. Gewerbekund*innen, bei denen die Zählerstände alle 60 Minuten über einen RLM-Zähler erfasst werden)
    • Wärme: Alle Kund*innen mit einem Jahresverbrauch bis 1,5 Mio. kWh
    • Die Dezember-Soforthilfe erhalten außerdem besondere Kund*innen (unabhängig von der Jahresverbrauchsgrenze) von der Dezember-Soforthilfe. Dazu gehören u.a. Wohnungsgesellschaften oder zugelassene Pflege- und- Reha-Einrichtungen
  • Haben DEW21-Kund*innen mit einer Nachtspeicherheizung Anspruch auf die Dezember-Soforthilfe?

    Nein, anspruchsberechtigt für die Dezember-Soforthilfe sind nur Kund*innen, die von uns mit Erdgas oder Wärme beliefert werden. Als Kund*in mit Nachtspeicherheizung werden sie mit Strom versorgt und werden von der Strompreisbremse ab dem 1. Januar 2023 unterstützt. 

     

 

Alle Informationen zur Dezember-Soforthilfe im Überblick

  • Den anspruchsberechtigten Kund*innen wird im Dezember 2022 kein Abschlag berechnet. Wir sprechen von einer Sperrung der Abschlagszahlungen.
  • Dieser Betrag entspricht nicht der finalen Entlastung, Abweichungen sind möglich, sogar wahrscheinlich.
  • Die Dezemberhilfen entlasten um einen prognostizierten, auf der Historie beruhenden Verbrauch pro Monat. Das bedeutet: Wer im Dezember weniger verbraucht als prognostiziert, profitiert deutlich. Wird im Dezember mehr verbraucht als prognostiziert, wird dieser Mehrverbrauch mit der Jahresrechnung verrechnet und nicht erstattet.

 

Dezember-Soforthilfe Erdgas

  • Der vorläufige Entlastungsbetrag ist die Höhe des Dezemberabschlags. Dieser wird für Erdgaskund*innen in diesem Jahr ausgesetzt. Erst in der Jahresabrechnung wird die tatsächliche Entlastung ausgewiesen: Diese entspricht einem Zwölftel des Jahresverbrauchs, den der Erdgaslieferant im September 2022 prognostiziert hat, multipliziert mit dem Arbeitspreis zuzüglich des monatlichen Grundpreises (Preisstand 1. Dezember 2022). In der Regel ist dies der Verbrauch, der der Berechnung der Abschlagszahlung zugrunde liegt und der sich an dem Vorjahresverbrauch orientiert. Im Rahmen der turnusmäßigen Jahresrechnung erfolgt der Abgleich zwischen dem vorläufigen Entlastungsanspruch (Dezemberabschlag) und dem tatsächlichen Entlastungsanspruch. Sollte sich daraus eine Differenz ergeben, ist diese entsprechend auszugleichen.

  • Berechnungsgrundlage Erdgas

    Der Gesetzgeber hat im Soforthilfegesetz Gas und Wärme festgelegt, wie die Berechnung der Dezember-Soforthilfe zu erfolgen hat. Wichtig zu wissen: Die Soforthilfe entspricht nicht automatisch Ihrem vollen Abschlag, den Sie im Dezember bezahlen müssten. Dieser entspricht lediglich der vorläufigen Entlastung, die tatsächliche Entlastung entspricht 1/12 des im September für Sie prognostizierten Jahresverbrauchs Gas multipliziert mit dem im Dezember geltenden Arbeitspreis zuzüglich 1/12 des Grundpreises.

     

    Das klingt erst einmal sehr komplex. Daher möchten wir Ihnen mit einem einfachen Beispiel zeigen, wie die Berechnung erfolgt:

     

    1. Bei einem Kunden wurde im September ein Jahresverbrauch von 12.000 kWh vom Energieversorger prognostiziert. 1/12 davon sind 12.000 kWh/12= 1.000 kWh
     

    2. Der Arbeitspreis für Gas beträgt im Dezember beispielsweise 16,99 ct/kWh (brutto)
     

    3. Der Grundpreis für ein Jahr wird im Dezember mit 183,14 Euro ausgewiesen. 1/12 für den Monat Dezember sind somit 183,14 Euro/12= 15,26 Euro
     

     

    Die Höhe der Soforthilfe Dezember berechnet sich dann folgendermaßen:

     

    1/12 des jährlichen Grundpreises

    15,26 EUR

    + 16,99 Ct/kWh * 1.000 kWh

    169,90 EUR

    Soforthilfe Dezember

    185,16 EUR

     

    Gut zu wissen:

    Die Höhe Ihrer monatlichen Abschlagszahlungen basiert auf dem prognostizierten Jahresverbrauch der letzten Abrechnung und dem für Sie zuletzt geltenden Preisniveau. Für die tatsächliche Entlastung werden jedoch die im Dezember geltenden Arbeits- und Grundpreise herangezogen, die von den Preisen der Abschlagsberechnung abweichen können. Daher kann die Soforthilfe Dezember von der Höhe der monatlichen Abschlagszahlung abweichen. Ebenso kann sich der von DEW21 im September prognostizierte Jahresverbrauch vom realen Jahresverbrauch unterscheiden, wenn die Kund*innen deutlich mehr oder weniger verbrauchen. Die Berechnungsformel gewährleistet aber, dass immer ein Zwölftel der tatsächlichen Energiekosten durch die Soforthilfe Dezember gedeckt sind.

  • Was müssen Erdgas-Kund*innen von DEW21 jetzt tun?

    Zahlung per Einzugsermächtigung (SEPA Mandat)

    Wenn uns unsere Kund*innen eine Einzugsermächtigung erteilt haben, dann müssen sie nichts weiter tun. Dann sind wir als Versorger in der Pflicht und werden den Abschlag für Dezember nicht einziehen.
     

    Dauerauftrag

    Wenn Kund*innen einen Dauerauftrag erteilt haben, dann müssen sie diesen für Dezember selbst ändern und die Zahlung aussetzen. Das gilt natürlich nur für den Abschlag für Erdgas, wenn parallel auch für Strom oder Wasser ein Abschlag gezahlt wird, ist dieser planmäßig zu zahlen.
     

    Monatliche Überweisung

    Wenn Kund*innen den monatlichen Abschlag selbst überweisen, müssen sie dies im Dezember nicht tun. Das gilt natürlich nur für den Abschlag für Erdgas, wenn parallel auch für Strom oder Wasser ein Abschlag gezahlt wird, ist dieser planmäßig zu zahlen.

  • Warum wird bei Erdgas zwischen vorläufiger und tatsächlicher Entlastung unterschieden?

    Um die Kund*innen schnell und einfach zu entlasten, wurde auf Bundesebene entschieden, die Dezemberabschlagszahlung auszusetzen. Dies ist der vorläufige Entlastungsbetrag. In der Jahresabrechnung wird dann die tatsächliche Entlastung ausgewiesen. Dies ist ein Zwölftel des Jahresverbrauchs, den der Erdgaslieferant im September 2022 prognostiziert hat, multipliziert mit dem Arbeitspreis plus dem monatlichen Grundpreis. Als Preisniveau werden die am 1. Dezember 2022 geltenden Preise zugrunde gelegt.

  • Warum kann es bei Erdgas zu einem Unterschied zwischen vorläufiger und tatsächlicher Entlastung kommen?

    Die Höhe der monatlichen Abschlagszahlungen basiert auf dem prognostizierten Jahresverbrauch der letzten Abrechnung und dem zu dem Zeitpunkt gültigen Arbeits- und Grundpreis. Für die tatsächliche Entlastung werden jedoch die im Dezember geltenden Arbeits- und Grundpreise herangezogen, die von den Preisen zum Zeitpunkt der Abschlagsberechnung abweichen können. Daher kann es also sein, dass die tatsächliche Entlastung in der Höhe anders ausfällt als die vorläufige Entlastung (Abschlag im Dezember). Ebenso kann sich der von uns im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch vom realen Jahresverbrauch in Abrechnung unterscheiden, wenn die Kund*innen deutlich mehr oder weniger verbrauchen (bspw. weil es ein besonders milder Winter war).

  • Warum soll ich weiter Energie sparen, wenn die Kosten vom Bund übernommen werden?

    Energiesparen ist weiterhin enorm wichtig! Jede eingesparte Kilowattstunde zählt im Sinne der Versorgungssicherheit, aber auch aus finanzieller Perspektive.  

     

    Die Beispielrechnung zeigt, dass der Betrag nicht der finalen Entlastung entspricht, Abweichungen sind möglich, sogar wahrscheinlich. Der Bund übernimmt nicht die Kosten für den tatsächlichen Verbrauch im Dezember, sondern für den im September prognostizierten Verbrauch. Das bedeutet: Wer im Dezember weniger verbraucht als prognostiziert, profitiert deutlich. Wird im Dezember mehr verbraucht als prognostiziert, wird dieser Mehrverbrauch mit der Jahresrechnung verrechnet und nicht erstattet.  

 

Dezember-Soforthilfe RLM-Kund*innen Erdgas

  • Für diese Kund*innen beträgt der Entlastungsbetrag ein Zwölftel der gemessenen Netzentnahme der Monate November 2021 bis Oktober 2022 zum am 1.12.2022 geltenden Preis plus den monatlichen Grundpreis. Für Entnahmestellen, die nach dem 1. November 2021 erstmalig leitungsgebundenes Erdgas bezogen wurde, ist ein Zwölftel eines typischen Jahresverbrauchs zugrunde zu legen.

  • Wann erhalten RLM-Kund*innen die Entlastung?

    Im Gegensatz zu den SLP-Kund*innen besteht für RLM-Kund*innen kein Anspruch auf eine vorläufige Leistung. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass in diesem Segment eine Monatsabrechnung der Regelfall ist und damit die Hilfe bereits mit der nächsten Monatsrechnung im Januar greifen wird. Daher hat in diesen Fällen die Kompensation spätestens mit der ersten Abrechnung, die den Monat Dezember umfasst, zu erfolgen und ist separat auszuweisen. In der Regel erfolgt die Verrechnung für diese Kund*innen im Dezember 2022 oder Januar 2023.

  • Was müssen RLM-Kund*innen jetzt tun?

    Kunden, die über 1.5 Mio. kWh verbrauchen, müssen sich bis zum 31. Dezember 2023 aktiv bei der DEW21 melden, wenn sie nach § 2 Abs. 1 EWSG anspruchsberechtigt sind. Kunden, die diese Frist verstreichen lassen, haben keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag.

 

Dezember-Soforthilfe Wärme

  • Bei den Wärmekund*innen erfolgt die Entlastung für den Dezember durch eine pauschale Zahlung in Höhe des September-Abschlags zuzüglich eines Aufschlages von 20 %.

  • Wie setzt DEW21 die Entlastung für ihre Wärmekund*innen um?

    Die Entlastung der Kund*innen für den Monat Dezember hat bis zum 31. Dezember 2022 zu erfolgen. Wir werden daher bei unseren Wärmekund*innen den Dezemberabschlag aussetzen und ihnen die Differenz zur Höhe des Entlastungsanspruchs (Septemberabschlag plus 20 %) überweisen.

  • Was müssen Wärme-Kund*innen von DEW21 jetzt tun?

    Zahlung per Einzugsermächtigung (SEPA Mandat)

    Wenn uns unsere Kund*innen eine Einzugsermächtigung erteilt haben, dann müssen sie nichts weiter tun. Dann sind wir als Versorger in der Pflicht und werden den Abschlag für Dezember nicht einziehen.
     

    Dauerauftrag

    Wenn Kund*innen einen Dauerauftrag erteilt haben, dann müssen sie diesen für Dezember selbst ändern und die Zahlung aussetzen. Das gilt natürlich nur für den Abschlag für Erdgas, wenn parallel auch für Strom oder Wasser ein Abschlag gezahlt wird, ist dieser planmäßig zu zahlen.
     

    Monatliche Überweisung

    Wenn Kund*innen den monatlichen Abschlag selbst überweisen, müssen sie dies im Dezember nicht tun. Das gilt natürlich nur für den Abschlag für Wärme, wenn parallel auch für Strom oder Wasser ein Abschlag gezahlt wird, ist dieser planmäßig zu zahlen.

  • Datenschutzhinweis für Wärmekunden im Rahmen der Dezember-Soforthilfe

    Auf Basis der beschlossenen Gesetze im Zusammenhang mit der Energiepreisbremse (Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz) ist DEW21 gesetzlich verpflichtet allen Erdgas- und Wärmekund*innen eine sofortige Entlastung im Dezember zu ermöglichen. Auf Basis dessen muss DEW21 Kund*innendaten (hier: von Wärmekund*innen) an den Bund weitergeben. Zu den übermittelten Datenarten zählen die Kund*innenbeziehung, die E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer, die Postanschrift der Kund*innen sowie die Abschlagszahlung der Kund*innen für September 2022 (siehe § 9 Abs. 5, Nr. 2 EWSG). Rechtsgrundlage für diese Übermittlung ist Art. 6 (1) lit. c) Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Weitere Informationen zum Datenschutz bei DEW21 entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

 

Umsatzsteuer und Gasbeschaffungsumlage 

Wir werden die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung der Bürger*innen vollumfänglich an unsere Kund*innen weitergeben. Das beinhaltet die Absenkung der Umsatzsteuer von 19 auf 7 Prozent sowie die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage zum 1. Oktober 2022. Vor diesem Hintergrund werden wir die Preise aller Tarife neu kalkulieren und die monatlichen Abschlagszahlungen für unsere Kund*innen entsprechend reduzieren. 
 

Wir setzen die Preissenkungen stichtagsgerecht zum 1. Oktober 2022 um, die systemseitige Anpassung nimmt jedoch etwas Zeit in Anspruch. Daher bitten wir unsere Kund*innen um Geduld, bis sie alle neuen Preise im System finden und wir sie individuell über ihre neuen Abschlagspläne informieren. Damit es zu keinen doppelten Veränderungen bei den Abschlagsanpassungen kommen, bitten wir unsere Kund*innen zwischenzeitlich auf eigene Anpassungen zu verzichten. Informationen zur Gaspreisbremse veröffentlichen wir wie gewohnt über unsere Kanäle, sobald diese von der Expertenkommission veröffentlicht sind.
 

Dies gilt vorbehaltlich der tatsächlichen Umsetzung auf Bundesebene.

 

Die Gasumlagen

Im August wurden die Höhen der zwei neuen Gasumlagen bekanntgegeben. Wir geben Orientierung zu wichtigen Fragen.
 

  • Wir werden die Preise aller Tarife neu kalkulieren und die monatlichen Abschlagszahlungen für unsere Kund*innen entsprechend reduzieren. Die systemseitige Anpassung nimmt etwas Zeit in Anspruch. Daher bitten wir unsere Kund*innen um Geduld, bis sie alle neuen Preise im System finden und wir sie individuell über ihre neuen Abschlagspläne informieren. Damit es zu keinen doppelten Veränderungen bei den Abschlagsanpassungen kommen, bitten wir unsere Kund*innen zwischenzeitlich auf eigene Anpassungen zu verzichten. Dies gilt vorbehaltlich der tatsächlichen Umsetzung auf Bundesebene.

  • Was ist die Gasspeicherumlage?

    Hinweis: Die Umlage befindet sich derzeit in der Überarbeitung im BMWK. Wir informieren, sobald hier neue Informationen vorliegen.

    FAQ zur Umlage auf der Website des Bundes-Wirtschaftsministeriums
    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundes-Wirtschaftsministeriums und bei Trading Hub Europe.

     

    Aus Gründen der Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Dies soll dazu beitragen, dass auch bei dem Ausfall von Gasimporten die Gasversorgung in Deutschland im Winter gesichert ist. Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sog. Marktgebietsverantwortliche (Trading Hub Europe (THE)) berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und einzuspeichern. Zwar liegt die Verantwortung zum Erreichen der Mindestfüllstände der Gasspeicher in erster Linie bei den Speicherbetreibern und -nutzern, jedoch ergreift THE im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben ergänzende Maßnahmen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür bis zum 01.04.2025 anfallenden Kosten werden über die sogenannte Gasspeicherumlage finanziert. Diese Umlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch alle Gaskund*innen solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden.

     

  • Ab wann müssen die Umlagen gezahlt werden?

    Die Gasspeicherumlage wird ab dem 1. Oktober 2022 erhoben.

  • Wie hoch ist die Gasspeicherumlage?

    Die Höhe der Gasspeicherumlage beträgt ab dem 01.10.2022 0,59 EUR/MWh.

    Die Höhe der festgelegten Gasbeschaffungsumlage wird ebenfalls regelmäßig überprüft und kann angepasst werden. Zwischen zwei Anpassungen sollen jedoch grundsätzlich drei Monate liegen. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Allerdings gilt das für Preisanpassungen nach oben und nach unten.

  • Profitiert DEW21 von den hohen Preisen für Strom und Erdgas?

    Wir profitieren nicht von dieser Situation. Im Gegenteil: Unsere Mitarbeiter*innen müssen seit Herbst 2021 eine extrem anspruchsvolle Preisentwicklung beherrschen. Kein Versorger hat ein Interesse daran, in diesen Zeiten die Gewinne aus dem Verkauf von Energie zu erhöhen. Natürlich werden die Umsätze im Energiegeschäft steigen, dieser Effekt ist aber vor allem den gestiegenen Preisen an den Energiemärkten geschuldet.

  • Wie setzen sich die Strom- / Gaspreise in Deutschland zusammen?
    Zusammensatzung des Strompreises in Deutschland
    Zusammensatzung des Gaspreises in Deutschland

     

     

    Weitere Details zur Zusammensetzung der Strom- / Gaspreise in Deutschland finden Sie unter folgenden Links vom BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.:

     

    BDEW-Strompreisanalyse

     

    BDEW-Gaspreisanalyse

 

Umsatzsteuersenkung

Hier beantworten wir Fragen zur Umsatzsteuersenkung.

 

 

Preisentwicklung und Bezahlbarkeit von Energie

Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern herrscht aktuell große Unsicherheit zum Thema Bezahlbarkeit von Energie. Als Ihr lokaler Energieversorger in Dortmund und der Region sind wir für Sie da und haben hier die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

 

Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen auch an unseren Service wenden. Wir bitten um Verständnis, dass uns aufgrund der aktuellen Situation zahlreiche Nachfragen erreichen, sodass sich die Bearbeitungszeit verzögert. 

 

 

  • Wie die Medien berichten, sinken aktuell die Preise auf dem sogenannten Spotmarkt, auf dem man den kurzfristigen Energiebedarf für die kommenden Tage und Wochen decken kann. Die sehr milde Witterung, die sehr guten Speicherfüllstände und die aktuellen Einsparungen in der Industrie, Kraftwerke, Gewerbe und Haushalten bewirken, dass momentan die kurzfristige Nachfrage deutlich sinkt, was sich dämpfend auf das Preisniveau auswirkt. Die kurzfristige Beschaffung ermöglicht keine vorrauschauende Planung im Sinne der Versorgungssicherheit. Doch wir möchten unsere Kund*innen jederzeit sicher mit Energie beliefern und Beschaffungsrisiken möglichst gering halten. Daher kaufen wir die Energie langfristig ein. Dies hat es uns auch in den vergangenen Krisenzeiten ermöglicht, unsere Bestandskund*innen zuverlässig zu versorgen und Neukund*innen aufzunehmen. Im Vergleich zum Spotmarkt befinden sich die Preise hier weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Aus dem Grund können wir derzeit die Preise für unsere Kund*innen nicht senken.

  • Warum werden aktuell die Preise erhöht?

    Aufgrund der extrem in die Höhe gegangenen Großhandelspreise sind die Verbraucherpreise für Strom und Erdgas ebenfalls deutlich gestiegen. Die Preissteigerung kann durch DEW21 nicht mehr 1 zu 1 abgefangen werden, so dass wir gezwungen sind, einen Teil der gestiegenen Kosten an unsere Kund*innen weiterzugeben.

     

    Die Gründe für diese Preissteigerungen sind vielfältig, im Vordergrund steht aktuell der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit unsichere Lage der Erdgasversorgung in Deutschland.

     

    Ob Sie von einer Preisanpassung betroffen sind und wie sich die Preisveränderung bei Ihrem Vertrag auswirkt wird Ihnen rechtzeitig (mindestens mit einer Vorlaufzeit von 6 Wochen) per Brief mitgeteilt.

  • Passt DEW21 bei einer Preiserhöhung meine Abschläge automatisch an?

    Ja, wenn Sie von einer Preiserhöhung betroffen sind, passen wir für Sie Ihre monatlichen Abschläge automatisch an. Sie erhalten dazu von uns ein separates Schreiben (ca. zwei Wochen nach Erhalt des Preisanpassungsschreibens), in dem wir Sie über den neuen Abschlagsplan informieren. Zusätzlich kann auch jede*r Kund*in seine monatlichen Abschläge eigenständig im „Mein Konto“-Bereich auf der Internetseite anpassen. Bitte beachten Sie aber, dass es zu Überschneidungen kommen kann, sollten Sie vor Erhalt Ihres neuen Abschlagsplans Ihre monatlichen Abschläge eigenständig anpassen.

  • Wie viel muss ich mehr zahlen? / Sie haben ein Schreiben mit einer Preiserhöhung erhalten, sind sich jedoch nicht sicher, wie viel sie tatsächlich mehr bezahlen werden?

    Eine allgemein gültige Aussage ist in diesem Fall nicht möglich, da unterschiedliche Verträge unterschiedliche Preisentwicklungen aufweisen.

     

    Hinweis: Beispielhaft zeigt diese stark vereinfachte Abbildung, an welcher Stelle in Ihrem Schreiben Sie die Erhöhung sehen:

     

      bisheriger Preis Preis ab 01.11.2022 Veränderung
      Euro/a Euro/a Euro/a
    Jahresgrundpreis brutto* 200,00 200,00 0,00
    Umsatzsteuer, Jahresgrundpreis netto, Grundpreis Netznutzung, Messstellenbetrieb, usw.      
           
      cent/kWh cent/kWh cent/kWh
    Verbrauchspreis je kWh brutto* 14,123 21,321 7,198
    Umsatzsteuer, Verbrauchspreis je kWh netto, Energiesteuer, CO2-Aufschlag, usw.      

     

    *Stark vereinfachte Abbildung.

  • Habe ich eine Preisgarantie?

    Wenn vor kurzem ein Laufzeitvertrag über 12 oder 24 Monate abgeschlossen wurde, gilt weiterhin die eingeschränkte Preisgarantie für die Laufzeit. Das bedeutet, dass seitens DEW21 der Preis nicht verändert wird, Änderungen von Steuern und Abgaben jedoch weitergereicht werden.

     

    Allgemein gilt: Über jede Preisanpassung werden Sie schriftlich informiert.

     

    Wichtiger Hinweis: Wenn Sie bei Strom oder Gas nicht direke*r Kund*in bei DEW21 sind, sondern zum Beispiel der Vermieter Vertragspartner ist, informieren Sie sich bitte bei Ihrem Vermieter über mögliche Preisanpassungen.

  • Gibt es einen günstigeren Vertrag?

    Die Preise für Strom- und Gasverträge unterliegen aktuell extremen Schwankungen. Wir empfehlen Ihnen, sich hier auf unserer Webseite über Angebote zu informieren. In dem eingeloggten Bereich „Mein Konto“ stehen Ihnen die aktuellen Wechselangebote zur Verfügung.

     

    Anmeldung – DEW21 (nur auf Deutsch verfügbar)

     

    Bitte beachten Sie: Aufgrund der Dynamik des Marktes kann es aktuell auch vorkommen, dass ein Wechsel in andere Tarife temporär nicht möglich ist.  

  • Zu wann gibt es die Senkung der Umsatzsteuer?

    Derzeit wird eine Senkung der Umsatzsteuer diskutiert und von der Regierung in Aussicht gestellt. Jedoch ist diese angekündigte Senkung noch nicht verbindlich geregelt. Sobald dies geschehen ist, werden wir die reduzierte Umsatzsteuer in vollem Umfang stichtagsgerecht an unsere Kunden weitergeben.

  • Was bedeutet die Preiserhöhung für meine monatliche Zahlung?

    Die monatliche Zahlung wird bei einem Energievertrag (Strom/Gas) Abschlag genannt. Mit einem Abschlag wird der Energieversorger monatlich für die Lieferung von Strom und/oder Gas bezahlt. Es handelt sich um einen festen Betrag, der in der Regel monatlich entrichtet wird. Die Höhe des Abschlags wird anhand des ausgewählten Tarifs aus dem voraussichtlichen Jahresverbrauchs berechnet. Erhöht sich der Tarif des Strom- und/oder Gas-Vertrages sollte der monatliche Betrag unbedingt mit angepasst werden. Ansonsten droht eine hohe Nachzahlung bei der nächsten Jahresrechnung.

     

    *Stark vereinfachte Abbildung/ Idealprozess, es kann auch Konstellationen mit 11 Abschlägen geben.

  • Wie kann ich Energie sparen?

    Angesichts der dynamischen Lage raten Expert*innen zu einem sparsamen Energieverbrauch. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, ist eine gute Kilowattstunde. Auf unseren Social Media Kanälen geben wir regelmäßig Energiespartipps, die wir auch hier hinterlegt haben.

  • Sind die anderen Anbieter günstiger?

    Die derzeitigen Preise auf dem Energiemarkt sind hoch. Viele Verbraucher*innen sind verunsichert, ob sich ein Wechsel derzeit lohnt. Ob die Energiepreise in naher Zukunft sinken werden, ist ungewiss. Doch die Preise für Strom und Gas können sich durchaus auf dem derzeitigen Niveau einpendeln und somit hoch bleiben. Wegen des Ausnahmezustands auf den internationalen Energiemärkten wird es immer schwieriger, einen Strom- und Gas-Anbieter zu finden. Zahlreiche Angebote können derzeit gar nicht mehr gekauft werden. Gängige Tarifvergleichsportale raten aber allen von einem Wechsel ab. Nekund*innenverträge seien häufig teurer.

 

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Wir alle blicken weiterhin mit Bestürzung und großer Sorge auf die Situation in der Ukraine und unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort. Die Auswirkungen sind aktuell weder geopolitisch noch energiepolitisch und -wirtschaftlich absehbar. Wir hoffen weiterhin inständig, dass Deeskalation und Diplomatie Eingang finden.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen rund um die Energieversorgung und die aktuelle Situation zusammengestellt.

 

 

  • Als zuständiger Grundversorger liegt es in unserer Verantwortung, Ihre Energielieferung mit Strom, Gas und Wasser sicherzustellen. Zum jetzigen Zeitpunkt muss sich niemand Sorgen um seine Versorgung machen. Eine Gasmangellage gibt es aktuell noch nicht. 

  • Wann tritt die Alarmstufe des Notfallplans Gas ein?

    Die Alarmstufe wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz per Pressemitteilung ausgerufen. Sie tritt ein, wenn laut Notfallplan Gas „eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt, der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen, ohne dass nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden müssen.“

     

    Die Meldung zur Ausrufung der Alarmstufe hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz am 23. Juni 2022 veröffentlicht.

  • Was bedeutet die Ausrufung der Alarmstufe?

    Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist aktuell weiter gewährleistet. Aber die Lage muss sehr genau beobachtet werden. Mit der jetzt ausgerufenen Alarmstufe wird die Beobachtung intensiviert und das Signal verstärkt, dass der Verbrauch aus Vorsorgegründen reduziert und Effizienzmaßnahmen ergriffen werden sollen. Für Verbraucher*innen ändert sich allein mit der Ausrufung der Alarmstufe durch das Bundeswirtschaftsministerium erst einmal nichts. Auch in der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Marktakteure - also insbesondere die Gasnetzbetreiber und die Gashändler - noch in Eigenregie um die Aufrechterhaltung einer stabilen Gasversorgung. Die in Stufe 2 des Notfallplans Gas genannten Maßnahmen können von den Marktakteuren ergriffen werden. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.  

  • Wie sehen das die Energieunternehmen?

    Als Energiunternehmen können wir nur betonen: Die Ausrufung der Alarmstufe ist richtig. Derzeit ist die Versorgung gewährleistet, aber wir müssen unseren Blick auf den kommenden Winter richten. Es geht darum, alles für möglichst hohe Speicherfüllstände zu tun, um die Einspeicherziele zu erreichen und Vorsorge für den Winter zu betreiben. Die Energiewirtschaft steht hierzu in engem Austausch mit der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur.

  • Was bedeutet die Ausrufung der Alarmstufe für die Versorgungssicherheit?

    Die Versorgung ist aktuell weiterhin gewährleistet.

     

    Für die kommende Heizperiode im Winter 2022/2023 soll ein Mix aus Maßnahmen die Versorgungssicherheit stützen: die über den Sommer gefüllten Gasspeicher, steigende Importe aus westlichen und nördlichen Nachbarländern, erste verfügbare Terminal zur Anlandung von Flüssiggastankern, Einsparungen und Effizienzen in Industrie und privaten Haushalten. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

  • Was kann ich persönlich tun?

    Jede Kilowattstunde Gas, die wir im Sommer einsparen, trägt dazu bei, dass wir mehr Gas einspeichern und dadurch besser durch den Winter kommen können. Daher sind wir alle gehalten, so viel Energie wie möglich einzusparen. Dies gilt für die Bürger*innen ebenso wie für die Industrie als größtem Verbraucher. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung.

     

    Dazu gehören kleine Dinge im Alltag wie das Senken der Raumtemperatur oder die Dauer des Duschens. Noch mehr und vor allem nachhaltig Energie sparen können Hausbesitzer durch eine energetische Gebäudesanierung, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen.

     

    Insbesondere im kommenden Winter sollten Haushalte auch noch stärker auf ihr Heizverhalten achten und können damit nicht nur Energie, sondern auch Geld sparen. Als Faustformel gilt: Durch ein Grad Celsius weniger Raumtemperatur lässt sich der Gasverbrauch um sechs Prozent reduzieren.

  • Welche Alternativen zu russischem Gas wird es in Zukunft geben, wie schnell können diese genutzt werden?

    Aktuell kommt auch verstärkt Flüssigerdgas via Großtanker aus den USA nach Europa und die USA haben eine Erhöhung der langfristigen Lieferungen zugesagt. Die derzeit größten LNG-Anbieter sind Katar, Australien und auch die USA. Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf eine erhöhte Nachfrage zu reagieren.

     

    Mittelfristig werden der massive Ausbau Erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur für alle Energieimporte und der Hochlauf von Wasserstoff entscheidend für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Deutschland sein. 

  • Wo finde ich weitere Informationen zum Notfallplan Gas?

    Hier findet sich der Notfallplan Gas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz:

    Darüber hinaus hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz weitere Fragen zum Notfallplan Gas hier beantwortet.

 

 

DEW21 erklärt

In unserer "DEW21 erklärt"-Reihe beantworten wir viele Fragen rund um den Energiemarkt und die derzeitige Krise. Was bedeuten die Fachbegriffe überhaupt und welchen Einfluss hat mein Verhalten auf die vorherrschende Situation? In den kommenden Wochen werden wir an dieser Stelle im Videoformat viele Infos teilen!


In unserem neusten Video klären wir auf, über die Bedeutung der Grund- und Ersatzversorgung und erklären, welche Verantwortung wir damit übernehmen?

 

 

 

Hier finden Sie alle Videos aus unserer "DEW21 erklärt"-Reihe: