Von der Idee bis zur Inbetriebnahme

 

Bereits im September 1993 beschloss der Rat der Stadt, die Möglichkeiten der Nutzung der Windenergie in Dortmund zu untersuchen. Es folgten umfangreiche Untersuchungen, die Universität Münster wurde mit der Erstellung eines Standortgutachtens beauftragt, Windmessstationen wurden errichtet und potentielle Standorte untersucht, bis schließlich im Dezember 1996 der Bauantrag für die Fläche am Steinsweg gestellt wurde.

 

Gesagt, getan. Schon knapp acht Monate später war der Bau abgeschlossen, so dass AIRWIN Ende Juli 1997 als 1. DEW21-Windrad ans Netz gehen konnte.

Und weil AIRWIN auch schon mal Besuch von interessierten Besuchergruppen bekommt, erhielt er sogar eine eigene Haltestelle.

 

Wieso eigentlich AIRWIN?

 

Dass für DEW21 die Bürgerbeteiligung wichtig ist, spiegelt sich schon in AIRWINs Namensfindung wieder, die über einen Namenswettbewerb ermittelt wurde.

 

Unter 500 Einsendungen machte der Name AIRWIN das Rennen. Er besteht aus den englischen Worten "air" (Luft) und "win" (gewinnen). Die eingedeutschte Version "Ärwin" ist zudem ein echtes Stück Ruhrgebietskultur und klingt wie der Kumpel von nebenan. Auch die jüngeren Geschwister von AIRWIN, die drei EllWiRas (kurz für Ellinghauser Windrad), erhielten ihren Namen durch einen Namenswettbewerb.

Die AIRWIN Jahre – Stürmische Zeiten und leichte Brise

 

Rund 700.000 kWh bringt AIRWIN pro Jahr ans Netz. Windschwächstes Jahr war bisher das Jahr 2010, als er nur 503.000 kWh auf dem Tacho hatte. Stürmische Zeiten brachte die Jahrtausendwende. Im Jahr 2000 erzeugte AIRWIN mehr als 900.000 kWh umweltfreundlichen Strom.

 

Dabei dreht sich AIRWIN bei Wind und Wetter. Die Verfügbarkeit der DEW21-Windräder liegt bei über 99 Prozent – einem Spitzenwert. AIRWIN ist also am frühen Morgen schon in Bewegung und hat selbst Silvester nicht frei.

Wind und Wartung

 

Klettern in 65 Metern Höhe und Rotorcheck per „Moped“ heißt es am AIRWIN regelmäßig in Abständen von zwei Jahren. Bei der Zustandskontrolle der Windenergieanlage und Rotorblätter wird der umweltfreundliche Riese von innen und außen begutachtet. Industriekletterer hängen dabei wortwörtlich "in den Seilen" (hier Fotos aus dem Jahr 2013). Ihr Arbeitsgerät, in Fachkreisen liebevoll „Moped“ genannt, ist eine kleine, motorisierte Zugmaschine, die über ein Seil mit der Gondel der Windkraftanlage verbunden ist. Dadurch muss der Kletterer nicht mit eigener Kraft am Seil hoch steigen. Zusätzlich führt ein Gutachter, Ingenieur mit Spezialausbildung, elektrische und mechanische Kontrollen sowie eine Schwingungsanalyse durch.

 

Die Witterung macht den Rotorblättern einer Windkraftanlage schon mal zu schaffen. Durch den Wechsel zwischen kalten und warmen Temperaturen oder durch heftige Niederschläge und Hagelschauer kann die Oberflächenbeschichtung leiden. Von der kontinuierlichen Untersuchung per Monitor über monatliche und quartalsweise Überprüfungen durch DEW21 und Anlagenbetreiber bis zur vierjährigen Gesamtinspektion: Umfassende Untersuchungen sorgen dafür, dass DEW21 die Nase vorn hat, was die technische Bewirtschaftung und Wartung der Anlagen angeht. Auch bei der diesjährigen Untersuchung befand sich AIRWIN - bis auf kleinere Kratzer, die schnell behoben wurden – technisch in rundum gutem Zustand.