Die Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung Heike Heim (li.) mit Vertriebsleiter Dominik Gertenbach mit Schülerinnen und Schülern am SAW-Stand von DEW21. Foto: Jochen Linz

Im Jahr 1968 ging es an den Start: das Seminar für Arbeits- und Wirtschaftserziehung (SAW) in Dortmund. Inzwischen nutzen jährlich rund 8.000 Schülerinnen und Schüler den praxinahen Unterricht am anderen Lernort, den Stadt Dortmund, DSW21, DEW21, Sparkasse und DASA möglich machen.


„In Dortmund wurde schon früh Pionierarbeit geleistet, um den Schülerinnen und Schülern ein einmaliges Verständnis der Berufswelt zu ermöglichen,“ so Bürgermeisterin Birgit Jörder zur Geburtstagsfeier des bundesweit einzigartigen Modellprojektes.
„Aus der Dortmunder Schul- und Bildungslandschaft ist es gar nicht mehr wegzudenken“, betonte auch Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung. „Wir freuen uns sehr, seit Jahrzehnten mit dabei zu sein. Die Förderung der jungen Generation hat für DEW21 einen besonderen Stellenwert. Ganz klarer Schwerpunkt ist dabei der Bereich KinderJugendBildung.“

 

Seit DEW21-Gründung sind das Energie- und das Wasserseminar des Unternehmens fester Bestandteil des Engagements. Das Energieseminar haben seither 100.000 Schüler besucht, im Wasserseminar waren es rund 50.000. Jährlich kommen 3.500 Schüler aller Schulformen ins Energie- und 2000 ins Wasserseminar von DEW21.


Was das Seminar so erfolgreich macht? Zunächst einmal die vielen Engagierten aus Schule und Partnerunternehmen, Politik und Verwaltung, Lehrer und Dozenten, Ehemalige und Aktive, die es umsetzen und das pädagogische Konzept kontinuierlich weiterentwickeln. Bei DEW21 sieht das in der Umsetzung wie folgt aus:

 

Praxisnaher Lernort
Bereits 1981 lud VEW Schülerinnen und Schüler zur Kraftwerksbesichtigung in der Weißenburger Straße und später ins Sonnenenergieforum im Westfalenpark ein.
Heute experimentieren sie bei DEW21 in Sachen Windkraft oder fahren in die Wassergewinnung.
„Die Verbindung von Theorie und Praxis sorgt dafür, dass sich das Wissen besser festsetzt“, wissen Martina Grosser, Susanne Lingnau-Marx und Uta Scheffler. Die drei Mitarbeiterinnen der DEW21-Schulkommunikation sorgen gemeinsam mit den beteiligten Lehrern für zielgruppendifferenziertes Arbeiten je nach Schulform und Alter - im Modulcharakter mit Experimentierphasen in Kleingruppen.

 

Nachhaltiges Lernen
Die Energiewende ist eine unserer wichtigsten Zukunftsaufgaben. Bei DEW21 erleben die Jugendlichen „Energiewende live“ und lernen, wie ein Rotor funktioniert und geformt sein muss, um Wind zu machen.
Damit sie die Entstehung ihres Trinkwassers hautnah erleben können, wird für sie mit der Wassergewinnung ein Gebiet geöffnet, das strengsten Kontrollen unterliegt. Auch hier geht es um nachhaltiges Wirtschaften, denn wer lernt, welcher Aufwand hinter dem täglichen Trinkwasser steckt, hat beste Chancen, umweltbewusst damit umzugehen.

 

Frischer Wind für MINT
Ziel ist, neugierig zu machen auf die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Durch Energiewende und Digitalisierung haben sich die Berufsbilder in der Energiewirtschaft nochmal deutlich erweitert. Das macht sie auch für Mädchen zu einer immer interessanteren Perspektive.
Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen rund um die Berufsausbildung auf Augenhöhe besprechen und diskutieren können, stellen zwei Auszubildende von DEW21 und DSW21 im Seminar ihre Ausbildung vor.

 

Eigenständiges Leben lernen
Vom Zähler bis zur Rechnung: Im Modellkeller erkunden die Schülerinnen und Schüler, wie Zähleinrichtungen aussehen und wie sich die Energierechnung zusammensetzt. Schließlich bedeutet „auf eigenen Beinen stehen“ auch, sein tägliches Leben selbst zu organisieren.
Energieverbrauch und häusliche Einsparpotenziale für ihre virtuelle WG ermitteln sie dabei übrigens mit einem interaktiven PC-Programm, für deren Entwicklung DEW21/DSW21-Auszubildende vom dortmund project vor einigen Jahren als "Juniors of the Year" ausgezeichnet wurden.

 

Mehr Infos auf www.dortmund.de