Schon der vergangene Sommer war vor allem eines: heiß. Auch 2019 wurden bereits Spitzentemperaturen erreicht und im Juni und Juli überschritt das Thermometer gleich mehrfach die 30-Grad-Grenze. Wird unser Trinkwasser dadurch knapp? Ist sparen sinnvoll?

 

DEW21 versorgt rund 600.000 Einwohner in Dortmund, Herdecke und Teilen Holzwickedes zuverlässig und sicher mit Trinkwasser.

 

Klar ist, dass es bei der bestehenden Hitze im Wassernetz zu Spitzenabgaben kommt. Der durchschnittliche Tagesverbrauch liegt bei rund 135.000 m³, aber an heißen Sommertagen kann er bis zu 190.000 m³ erreichen. So war es auch am bisherigen Spitzentag in diesem Jahr: Am 26.Juni lag die Trinkwasserförderung bei 190.000 m³. Zu Ende Juli ist es jetzt wieder besonders

heiß, aber die Abgabemenge ist wegen der Ferienzeit niedriger.

 

Talsperren bieten Sicherheit

Das in Dortmund verteilte Trinkwasser wird im Süden Dortmunds der Ruhr entnommen und in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser aufbereitet. Durch die Talsperrenbewirtschaftung des Ruhrverbandes ist der Durchfluss in der Ruhr geregelt. Der Verband und unser DEW21-Tochterunternehmen in der Wassergewinnung, die Wasserwerke Westfalen GmbH, haben uns mitgeteilt, dass aktuell ausreichende Wassermengen für die Trinkwassergewinnung zur Verfügung stehen. Am 25. Juli 2019 lag der Füllstand aller Talsperren bei 81,3 Prozent. 

 

Das Ruhreinzugsgebiet besitzt generell eine sehr hohe Sicherheit durch die Talsperren des Ruhrverbands und ist daher im Vergleich zu anderen Regionen sehr komfortabel aufgestellt. Aus Gründen der Vorsorge sind Ruhrverband, Wasserversorger und die Umweltbehörden im Gespräch, um die Talsperrenbewirtschaftung für den Klimawandel weiter zu entwickeln.

 

Qualität hoch

Hitze oder nicht: Es ist grundsätzlich sinnvoll, sorgsam und verantwortungsvoll mit Trinkwasser umzugehen. Darüber hinaus sind derzeit aber keine Maßnahmen zum aktiven Wassersparen erforderlich.

 

Durch die "heißen Zeiten" ändert sich auch an der hohen Qualität des Trinkwassers nichts. Es kommt im Sommer lediglich etwas wärmer aus dem Hahn und enthält etwas weniger Sauerstoff. Das hat aber keinen Einfluss auf die Trinkwasserqualität. Die Qualität des DEW21-Trinkwassers wird kontinuierlich und intensiv durch ein unabhängiges und akkreditiertes Prüflabor überwacht. Dazu werden – teils täglich – Untersuchungen durchgeführt und Proben aus der Ruhr, den Filteranlagen, dem Trinkwasser, an den Hochbehältern und auch an 15 im Versorgungsgebiet verteilten Entnahmestellen entnommen. Das Untersuchungsprogramm umfasst regelmäßig die Messung physikalischer, chemischer und mikrobiologischer Parameter, mit denen insg. rund 350 Kenngrößen erfasst werden.  

 

Von der Wassergewinnung in den Hahn

2.100 Kilometer lang ist übrigens das Leitungsnetz, das die DEW21-Tochter DONETZ zur Wasserversorgung der Einwohner betreibt, um das Wasser sicher und zuverlässig an die Haushalte in Dortmund und Herdecke zu verteilen.

 

Für die Verteilung zum Verbraucher im Versorgungsgebiet von DEW21 ist gute Vorsorge getroffen. Bei den Wasserwerken Westfalen im Ruhrtal wird das Wasser in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser aufbereitet und auf den Haarstrang gepumpt. Von der DONETZ wird es in acht Hochbehältern zwischengespeichert. Damit können Verbrauchsschwankungen im Tagesverlauf ausgeglichen werden. Von den Hochbehältern aus wird das Trinkwasser mit Hilfe des natürlichen Gefälles in das Dortmunder Wasserversorgungsnetz verteilt.