Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung, gratuliert Beatrice Richter zum Förderpreis (v.r.). Im Hintergrund ist eine Arbeit der DEW21 Kunstpreisträgerin 2018, Lena von Goedeke, zu sehen.

Lena von Goedeke ist die DEW21 Kunstpreisträgerin 2018. Die offizielle Preisverleihung fand am 11. Oktober 2018 im Dortmunder U statt. Die aus Duisburg stammende Künstlerin war bereits 2012 für den Förderpreis nominiert.

 

Schon damals begeisterte Lena von Goedeke mit ihren akribisch gefertigten Scherenschnitten. In diesem Jahr konnte sich die Meisterschülerin von Prof. Michael van Ofen mit abstrakten Landschaftsausschnitte, die durch ihre Materialität und Ästhetik bestechen, gegen die übrigen Nominierten durchsetzen. Bei der Entstehung ihrer Werke spielen ihre persönlichen, teils extremen Landschaftserfahrungen, die sie auf Reisen oder bei Wanderungen gesammelt hat, eine zentrale Rolle. Eine genauso große Bedeutung hat für Lena von Goedeke das Zusammenspiel von Technik und Handwerk: In künstlerischer Kleinarbeit und unter Verwendung ungewöhnlicher Materialien entstehen Werke, die man aus mehreren Perspektiven betrachten muss, um sie wirklich zu begreifen. Lena von Goedeke konnte den DEW21 Kunstpreis leider nicht persönlich entgegennehmen, da sie sich derzeit als Teilnehmerin eines Kunststipendiums auf einem Schiff vor Spitzbergen befindet.

 

Der Förderpreis 2018 geht an Beatrice Richter

 

Über den Förderpreis, der seit 2012 im Rahmen des DEW21 Kunstpreises vergeben wird, kann sich in diesem Jahr Beatrice Richter freuen. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und dient der Unterstützung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

 

Mit ihren Arbeiten lädt Beatrice Richter den Betrachter in unbekannte Welten ein. Der von ihr geschaffene Raum erscheint dem Betrachter gleichermaßen geheimnisvoll und vertraut. Man erblickt organische Formen in einer naturähnlichen Umgebung, die an Lebensformen aus dem Wasser, an entfernte Planeten oder an Mikroorganismen erinnern. Dabei lenkt die Meisterschülerin von Herbert Brandl Blick des Betrachters quasi durch einen runden Ausguck in die fremden Landschaften. Damit lädt Beatrice Richter den Betrachter zwar ein, die Welt zu erforschen, doch zugleich bleibt diese Welt so unnahbar wie ein geschlossenes Biotop.

 

Die Vernissage des DEW21 Kunstpreis 2018