Wer heute über die B1 fährt, dessen Weg wird im Westen der Stadt durch eine mehrfarbig schillernde Brücke erhellt. Was viele nicht wissen: Die "Regenbogenbrücke" feiert in diesen Tagen ihren 30jährigen Geburtstag. Grund genug, ihre Entstehung und heutige Bauweise, an deren Konzept DEW21 und Stadt Dortmund beteiligt waren, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Aus weiß mach bunt

 

Zunächst mit weißem Licht ausgestattet, verband die Bogenbrücke für Fußgänger und Radfahrer den Stadtteil Dorstfeld mit der Technischen Universität. Im Juni 1987 kam dann der Künstler Thomas Haagen mit zwei Freunden auf die Idee, die Brücke in einer Nacht-und-Nebelaktion zu einem Lichtobjekt umzugestalten.

 

Mit Bedacht wählten sie die Farben des Regenbogens rot, orange, gelb, grün, blau, indigo und violett, denn der Regenbogen gilt von jeher als Symbol für Überbrückung und Verbindung. Was könnte schließlich passender sein für einen vielgenutzten Überweg? Zu sehen waren die bunten Lichter nur in Fahrtrichtung Dortmund.

 

Eine Aktion, die gut ankam, doch trotz überschwänglicher Medienberichte und breiter Zustimmung bei den Dortmundern wurde die Brücke zunächst in den Urzustand zurückversetzt. Eine Genehmigung fehlte und wurde zunächst auch nicht erteilt, aus der Sorge heraus, dass Autofahrer durch die bunten Lichter irritiert werden könnten. Die Künstler ließen aber nicht locker und installierten Ende 1987 ihr Kunstwerk, diesmal mit einem Nikolauskostüm bekleidet, noch einmal neu.

 

Soviel kreative Energie überzeugt in Dortmund. Der damalige Dortmunder Oberbürgermeister Günter Samtlebe bewertete die Brücke schließlich als »positives Symbol für die Strukturveränderungen im Ruhrgebiet« und garantierte ihre Kontinuität. Enormen Imagegewinn für die Stadt Dortmund brachte der Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde als erste Regenbogenbrücke.

 

LED mit DEW21

 

Als im Jahr 2008 die Brücke neu gebaut werden musste, sorgten DEW21 und Partner Stadt Dortmund gemeinsam für die zeitgemäße Erneuerung der Lichtkunst. Grund für den Neubau der Brücke war, dass die Hauptverkehrsader Ruhrschnellweg im Dortmunder Westen auf sechs Spuren erweitert wurde.

 

Der Regenbogeneffekt wurde direkt mit eingeplant, diesmal mit modernster LED-Technik. Für das passende Konzept und die Elektroplanung sorgten die Partner gemeinsam mit der Ernst Rademacher GmbH (heute Schmidt-Strahl GmbH). Zum Einsatz kommen seitdem 64 in den Handläufen integrierte LED-Edelstahlleuchten mit jeweils 90 RGB-LEDs.

 

Heute sind dadurch die Farbübergänge flüssiger. Außerdem ist das Licht von beiden Fahrtrichtungen aus und auch auf der Brücke selbst gut zu sehen.

 

Als beliebtes Motiv hat es die Regenbogenbrücke übrigens schon in zahlreiche Fotoforen geschafft. Hier einige Beispiele:

http://www.haagen.de/projects/Autobahn_A40_Lichtobjekt_Regenbogenbruecke_Dortmund.html 

www.fotocommunity.de/photos/regenbogenbr%C3%BCcke%20dortmund