Über 50.000 Straßenleuchten setzen Dortmund ins richtige Licht. Sie werden nun in Deutschlands größtem Straßenbeleuchtungsprojekt erneuert. 24.600 Leuchten und 10.500 Laternenmasten lässt die Stadt Dortmund dazu in den nächsten acht Jahren auf LED umstellen und mit einem funkgesteuerten Lichtmanagement versehen. Das Konsortium StraBelDo aus DEW21 und SPIE SAG setzen das gemeinsam um.

 

Smart City an jeder Straßenecke

Kostensparend, energieeffizient und CO2-sparend: So soll die neue Beleuchtung sein.

 

Die neue Technik hat dabei viele Vorteile:

  • Die Lebenserwartung der LED-Leuchten ist deutlich höher als bei konventionellen Leuchten
  • Die Energieersparnis gegenüber bisherigen Leuchten liegt bei ca. 50% und mehr
  • Die Beleuchtung wird smart und flexibel
     

Apropos smart: Durch die intelligente Funktechnik kann jeder der rund 25.000 Lichtpunkte einzeln angesteuert und geschaltet werden, z.B. um die Beleuchtungssituation aus verkehrlichen Gründen anzupassen und auch, damit Störungen intelligent erkannt werden können. „Aus dem System gibt’s rund um die Uhr Infos und Meldungen über Störungen und eine Fehleranalyse. Reparaturen sind so gezielter möglich,“ betont David Obenaus von der DEW21-Beleuchtungstechnik.

 

Und so kommen die Leuchten ans Netz

1.700 Masten und 3.500 Leuchten werden gerade in Hombruch ausgetauscht – abhängig vom Betriebsjahr. Per LKW und Steigerfahrzeug werden sie an ihren Bestimmungsort gebracht und installiert.

 

Dabei werden zurzeit nur Arbeiten durchgeführt, die ohne Abschaltung von Haushalts- und Gewerbeanschlüssen möglich sind, um gerade in Coronazeiten Versorgungsunterbrechungen auszuschließen,“ so Obenaus. „Allerdings kann wegen der notwendigen Tiefbauarbeiten für den Austausch kurzfristig schonmal ein Parkplatz nicht wie gewohnt zur Verfügung stehen.“

 

Eine Besonderheit beim Anschluss: Bei ihrem ersten Einsatz leuchten „die Neuen“ auch in den Tagesstunden. „Das liegt daran, dass jede Leuchte erstmal einzeln angeschlossen werden muss,“ so Obenaus. „Nach Einbruch der Dunkelheit werden die Leuchten dann gesammelt programmiert.“ Per Astrokalender wird die Leuchte dazu auf den richtigen Längen- und Breitengrad eingestellt, damit sie genau passend zum Sonnenauf- und -untergang an- und ausgeht.“ Das ist wichtig, weil sich die entsprechenden Zeiten in Deutschland von Ost nach West unterscheiden.

 

Was auch manchen wundert: Gestrichen werden die Masten erst, wenn die neue Leuchte schon steht. „So können eventuelle Beschädigungen des Anstrichs auf dem Transport vom Hersteller bis zum Bestimmungsort gleich vor Ort behoben werde“, erklärt Obenaus.

 

Insgesamt kommt das neue Licht etwas weißer daher. Dabei bewirkt der geringere Streuungsradius gegenüber alten Leuchten, dass das Umfeld nicht unnötig gestört wird. „Das Licht leuchtet also immer genau da, wo es gebraucht wird“, betont Meinolf Pflug, vom Dortmunder Tiefbauamt.

 

Positive Zwischenbilanz

10.000 Leuchten sind bereits auf die innovative Technik umgestellt. Schon jetzt sind sie in den Stadtbezirken Aplerbeck, Mengede, Huckarde, Innenstadt West und Brackel erfolgreich im Einsatz und die ersten Erfahrungen sind bestens.