Upcycling bewegt die Kreativszene. Die Idee, die dahinter steckt: Müll war gestern. Statt ihn zu entsorgen, machen wir daraus wieder nützliche, sogar schönere Dinge. Beim „Upcycling“ (engl.: aufwerten) werden alte und gebrauchte Dinge unter nachhaltigen Gesichtspunkten als Material für die Schaffung neuer, hochwertigerer Produkte und Kunstobjekte verwendet. So entstehen aus Fahrradmänteln und -schläuchen Gürtel, Altpapierreste kommen als Lampenschirme zu neuen Ehren und aus Tetrapaks entstehen ganze Bücherborde.

 

Dabei ist Upcycling nicht nur neue Mode oder Lebenseinstellung, auch die Umweltvorteile liegen auf der Hand: Wer Gebrauchtem Neues abgewinnen kann, schont Ressourcen, verlängert Produktlebenszyklen und vermeidet Abfall. Denn wenn man einem „alten Schätzchen“ neues Leben einhaucht, muss nicht nur weniger Neues produziert werden, es landet auch weniger in der Müllverbrennungsanlage.

 

Zweites Upcycling-Festival in Dortmund  

 

Auf welches breite Interesse das Thema stößt, hat auch das erste Trash-Up! Festival im vergangenen Jahr im Depot gezeigt, das in Kooperation mit den Urbanisten und mit Unterstützung von DEW21 auf die Beine gestellt wurde. In diesem Jahr findet das zweite Upcycling-Festival am 11. und 12. November im Depot an der Immermannstraße 29 statt.

 

Herzstück der Veranstaltung ist eine „Markthalle“, die die ganze Bandbreite upgecycelter Waren und Produkte zeigt – von nützlich über dekorativ bis entzückend. Im Vortragsprogramm stellen Akteure aus der Upcycling-Szene ihre Projekte, Erfahrungen und Geschäftsideen vor. Wer selbst „Hand anlegen will“, kann außerdem in Workshops unter fachkundiger Anleitung angeblichen Abfall in wertvolle neue Produkte transformieren. Frei nach dem Motto der Macher: Ganz ohne geht nicht, aber weniger ist auch schon viel.

Das Trash Up Festival im Depot