Ob Fotografie, Installationen, Videobeiträge, Klangskulpturen, Malerei oder Bildhauerei – wie viel kreatives Potenzial im Ruhrgebiet steckt, zeigt sich jedes Jahr aufs Neue beim DEW21 Kunstpreis.

 

DEW21 bietet mit dem Kunstpreis seit nunmehr 14 Jahren bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ruhrgebiet die Möglichkeit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und damit auch auf sich aufmerksam zu machen. Nicht zuletzt aufgrund der großen Vielfalt und Qualität der eingereichten Werke hat sich der DEW21 Kunstpreis mittlerweile zu einer festen Größe in der Kunstszene etabliert.

 

Der Hauptpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Er setzt sich zusammen aus 2.500 Euro Preisgeld und 7.500 Euro für eine Einzelausstellung mit Katalog. Um den kreativen Nachwuchs besonders zu fördern, wird seit 2012 ein Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler bis zum Alter von einschließlich 30 Jahren vergeben. Dieser Preis ist mit 2.500 Euro ausgestattet.

Joel Roters wird mit Kunstpreis ausgezeichnet, Catherina Cramer erhält Förderpreis

V.l.n.r.: Catherina Cramer (Förderpreisträgerin 2019), Joel Roters (DEW21 Kunstpreisträger 2019) gemeinsam mit Heike Heim (Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung) bei der Preisverleihung

Joel Roters ist der DEW21 Kunstpreisträger 2019. Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist der experimentelle Umgang mit Form und Materialität. Seine kleinformatigen Werke, die Figur und Grund, Form und Textur, Oberfläche und Material thematisieren, haben auch die diesjährige Jury überzeugt. Der Meisterschüler von Prof. Erwin Gross verwendet alltägliches Material und gewinnt Rigipsplatten, Spanplatten oder beschichteten Platten durch Abtragen, behutsames Bearbeiten und auch durch dreidimensionales Verflechten eine neue Bildoberfläche ab. Aus Linie, Form und Fläche entstehen im Zusammenspiel mit der Eigenfarbigkeit und Haptik der Materialien Werke zwischen Zeichnung, Relief und Malerei. Die so erzeugten Bilder sind geometrisch und verweisen auf kunsthistorische Vorbilder. In der Kombination der Materialien und der Behandlung des Materials jedoch gehen sie über Bekanntes hinaus und erzeugen so einen neuen Blick auf die Welt. Joel Roters stammt aus Kaiserslautern, lebt und arbeitet heute in Essen.

 

Bereits seit 2012 wird im Rahmen des DEW21 Kunstpreises auch ein Förderpreis vergeben. In diesem Jahr kann sich Catherina Cramer über den Preis freuen, der mit 2.500 Euro dotiert ist und der der Unterstützung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern dient. Die Meisterschülerin von Dominique Gonzalez-Foerster hat die Jury mit ihren bildmächtigen alternativen Lebenswelten überzeugen können. In der Arbeit „A Boxed Rebellion“, die auch während der Kunstpreisausstellung zu sehen ist, befasst sich Cramer mit den Self Storages in großen Hallen, wo Boxen ohne Tageslicht von Menschen als billige Wohnzuflucht genutzt werden. Die soziale Notlage imaginiert Catherina Cramer als Ausgangspunkt von fiktiven Figurationen, als Rebellion gegen die lebensfeindliche Umwelt. Sie gibt den Akteuren ihrer Videos verschiedene Aktionen, Texte und Rollen, die sich einer herkömmlichen Dramaturgie entziehen. Catherina Cramer stammt aus Wesel, lebt und arbeitet heute in Düsseldorf.

 

Zum 14. Mal bietet die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) mit dem Kunstpreis bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ruhrgebiet die Möglichkeit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen. Nicht zuletzt aufgrund der großen Vielfalt und Qualität der eingereichten Werke hat sich der DEW21 Kunstpreis zu einer festen Größe in der Kunstszene etabliert.

 

Im Rahmen der Ausstellung zum Kunstpreis, die noch bis zum 24. November in der sechsten Etage des Dortmunder U zu sehen ist, werden die Werke der beiden Preisträger wie auch die der weiteren elf Nominierten präsentiert. Die Finissage und das junge Finale finden am Sonntag, 24. November von 16:00 bis 19:00 Uhr, im Dortmunder U statt.

 

 

Impressionen vom DEW21 Kunstpreis 2019