Julius Stahl ist der DEW21 Kunstpreisträger 2015. Mit seiner Kunst setzt sich der in Witten geborene Künstler mit elementaren Phänomenen des Wahrnehmens und der Beziehung zwischen Hören und Sehen auseinander und hat sich mit seinen Arbeiten in den vergangenen Jahren in der Kunstszene etabliert. Sein künstlerisches Wirken mit einer besonderen Form von Klangskulpturen hat auch die Jury des DEW21 Kunstpreises überzeugt.

 

In seinen Werken zeigt Julius Stahl, der heute in Berlin sowie Dresden lebt und arbeitet, Verhältnisse akustischer und visueller Räumlichkeit. Objekt und Klang sind dabei untrennbar miteinander verbunden, denn die Objekte verbildlichen durch ihre Materialien einen Klang, der Klang wiederum bestimmt die visuelle Erscheinung des Objekts. Die überraschend neue Art der Verbindung von Zitaten aus Klang- und kinetischer Kunst, aus Konstruktivismus und Op Art macht die Installation von Julius Stahl nach Meinung der Jury zu einem bemerkenswerten zeitgenössischen Werk. Dafür wird der Künstler in diesem Jahr mit dem Kunstpreis ausgezeichnet, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Er setzt sich zusammen aus 2.500 Euro Preisgeld und 7.500 Euro für eine Einzelausstellung mit Katalog.

 

Um Nachwuchskünstlerinnen und Künstler in ihrer Entwicklung zu unterstützen, wird im Rahmen des DEW21 Kunstpreises seit 2012 ein Förderpreis vergeben, der mit 2.500 Euro dotiert ist. In diesem Jahr geht er an zwei Künstlerinnen aus Bochum, die sich mit einem Gemeinschaftsprojekt gegen die weiteren Nominierten durchsetzen konnten: Nicola Gördes und Stella Rossié. Der Film „This is Not“, bereits ihr drittes gemeinsames Projekt, wurde kurz vor der Schließung des Opelwerks in Bochum gedreht und thematisiert in teils kuriosen, teils malerisch angelegten Szenen die menschlichen Folgen unmenschlicher Geschäftsentscheidungen.

Impressionen DEW21 Kunstpreis 2015