Netze bauen – Bienen pflegen

 

DONETZ-Techniker Julian Hauswirth und Dominic Kersten teilen ein süßes Geheimnis

 

Bei ihrer Arbeit sorgen die Industriemeister Julian Hauswirth und Dominic Kersten dafür, dass die Daten aus dem 2400 Kilometer langen Stromnetz verarbeitet, zentral gesteuert und Störungen schnell erkannt werden können. In ihrer Freizeit teilen die beiden ein süßes Geheimnis: Sie sind Hobbyimker.

 

Wie kommt man denn auf sowas?

“Bei unserem Job sitzen wir zwangsläufig viel am Rechner. Wir waren uns deshalb einig: In unserer Freizeit wollen wir draußen sein, in der Natur,” erklärt Dominic Kersten. Inzwischen hat er vier Völker, die jeweils aus mehr als 40.000 Bienen bestehen. (Und die sind nicht nur fleißig, sondern auch freundlicher, als man denkt.  Zwar fuchteln die meisten bei ihrem Anblick erstmal “sauer, sauer, sauer”-rufend herum, um potenzielle Stiche abzuwenden. “Dazu muss man sie aber ganz schön reizen”, versichert der Fan der Schwarz-Gelben.)

 

Rund um die 40-50 Kilogramm erbringt so ein Stock im Jahr. “Während des Winterschlafs füttern wir unsere Bienen dann mit Zuckerwasser - als Ersatz für den stiebitzten Honig.”

 

Süßer Zahn hin oder her: Wer soll denn das alles essen?

Klar verbrauch kein Haushalt 100 Gläser im Jahr. “Das macht aber gar nichts”, feixen die beiden. “Bei Freund*innen, Verwandten und Kolleg*innen steht unser Honig hoch im Kurs und unsere Vorräte gehen weg wie geschnitten Brot.”

 

Aber was macht Bienen denn so besonders?

“Da gibt es eine Menge Gründe,” schwärmt Julian Hauswirth. “Erstmal sind sie gut für die Natur. Es werden immer weniger Insekten, dabei halten Bienen unseren Lebensraum intakt.” Als Produzent*innen süßen Brotaufstrichs sorgen sie aber auch für “Dolce Vita” gleich am Frühstückstisch. “Wenn im Mai der Raps gelb wird und die Temperaturen steigen, ist am Bienenstock Hochkonjunktur”, so Julian Hauswirth. Wenn alles blüht und die Königin brütet, ziehen Maja, Willy & Co schon mal los, um für den nächsten Winter vorzusorgen und saugen sie sich randvoll mit allem, was die bunte Natur zu bieten hat. Und dann gibt es Honig im Überfluss, den die Hobbyimker bloß abschöpfen müssen.