Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) sorgt für eine besonders klimafreundliche Wärmeversorgung in der Dortmunder Innenstadt. Die notwendige Erneuerung des Fernwärmenetzes verbinden wir mit einer Neugestaltung der Wärmeinfrastruktur und einer geänderten Einspeisung. Mehr als 100 Mio. Euro wird DEW21 bis 2023 in dieses Projekt investieren.

 

Den Anstoß lieferte der Sanierungsbedarf des größtenteils in den 50er Jahren entstandenen 25 Kilometer langen Dampfnetzes, über das viele Kunden in der Innenstadt mit Wärme versorgt werden. Aufgrund lokaler und wirtschaftlicher Gegebenheiten, aber vor allem mit Blick auf die Gestaltungspflicht einer zukunftsfähigen Energieversorgung in Städten hat sich DEW21 gegen eine reine Sanierung und für die Neugestaltung der Wärmeversorgung entschieden. In den kommenden Jahren planen wir, das in die Jahre gekommene Dampfnetz durch ein modernes Heißwassernetz mit geringen Wärmeverlusten zu ersetzen. Das so in der Innenstadt entstehende neue Versorgungsnetz soll im Anschluss mit dem bestehenden Heißwassernetz in der Dortmunder Nordstadt und einer neu entstehenden Leitungsanbindung nach Lindenhorst verbunden werden.

 

Besonders klimafreundliche Wärmeversorgung

 

Neben der Neugestaltung der Infrastruktur wird DEW21 auch die Form der Einspeisung ändern: Zukünftig werden wir verstärkt Abwärme der Deutschen Gasrußwerke (DGW) mit Sitz am Dortmunder Hafen nutzen und damit sukzessive auf die Lieferung der gasbasierten Wärme aus dem Kraftwerk Dortmund verzichten. Durch die Ablösung der gasbasierten Wärmelieferung durch industrielle Abwärme können im Vergleich jährlich rund 45.000 t CO2 eingespart werden. Die Abwärme wird zum Teil direkt in das Wärmenetz von DEW21 eingespeist. Ein weiterer Teil wird erst noch bei DGW in einem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess verstromt und im Anschluss ebenfalls eingespeist.

 

Zur Absicherung der Wärmeversorgung wollen wir dezentrale Energiezentralen installieren, die mit KWK-Anlagen, Gaskesseln und Power-to-Heat-Anlage ausgestattet sind. Die Energiezentralen werden Verbrauchsspitzen abdecken und darüber hinaus als Back-up-Lösung für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit dienen. Mittel- bis langfristig ist auch eine weitere dezentrale Einspeisung von Umweltwärme, Abwärme und Wärme aus Erneuerbaren Energien in das neue Wärmenetz möglich.

Es ist fester Bestandteil unserer Strategie, die Energiewende vor Ort aktiv voranzutreiben. Denn wir sind der Überzeugung: Die zweite Halbzeit der Energiewende findet in den Städten statt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Gestaltung einer nachhaltigen, klimaneutralen Wärmeversorgung.

 

Großen lokalen Energieversorgern kommt dabei eine besondere Rolle zu. DEW21 hat in Dortmund bereits Schlüsselaufgaben in den lokalen Klimaschutz- und Energieaktivitäten übernommen. Das Unternehmen ist aktiv im „Handlungsprogramm Klimaschutz 2020“, das eine 40-prozentige CO2-Einsparung fokussiert, sowie im „Masterplan Energiewende“ der Stadt Dortmund. Darüber hinaus ist DEW21 Partner in der „Allianz Smart City“.

 

Intelligente Wärmewende

 

Für DEW21 steht fest, dass die Erreichung der gesetzten CO2-Ziele von einer „intelligenten Wärmewende“ abhängt. Durch die Ablösung der gasbasierten Wärmelieferung durch eine gesteigerte Nutzung von Abwärme leisten wir zukünftig einen großen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen: Die Emissionsfracht der leitungsgebundenen Wärme in Dortmund kann zukünftig auf deutlich unter 100 g CO2/kWh reduziert werden und spart damit über 45.000 t CO2 im Verhältnis zum Status Quo ein. Mit der Entscheidung für die geänderte Erzeugungsstruktur und der intensivierten Kooperation mit den Deutschen Gasrußwerken haben wir eine für Dortmund optimale und zukunftsfähige Energieversorgungsform gefunden, die einen Beitrag zur Erreichung der gesetzten CO2-Ziele unterstützt.