Was ist Erneuerbare Energie?
Erneuerbare Energien, auch regenerative oder alternative Energien genannt, sind Energiequellen, die sich auf natürliche Weise in kurzer Zeit erneuern oder dauerhaft verfügbar sind. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, die begrenzt und klimaschädlich sind, gelten erneuerbare Energien als nachhaltig, umweltfreundlich und zentral für den Klimaschutz sowie die Energiewende.
Welche Energiequellen zählen zu den Erneuerbaren?
Die wichtigsten Formen erneuerbarer Energien sind:
| Energiequelle | Beschreibung |
Sonnenenergie | Stromerzeugung durch Photovoltaik und Wärmegewinnung durch Solarthermie |
Windenergie | Nutzung der Windkraft zur Stromproduktion über Windräder |
Wasserkraft | Stromerzeugung durch Turbinen in Fließgewässern oder Stauseen |
Biomasse | Energiegewinnung aus pflanzlichen und tierischen Stoffen, z. B. Biogas |
Geothermie | Nutzung der Erdwärme zur Strom- und Wärmeerzeugung |
Diese Quellen sind nahezu unbegrenzt verfügbar und verursachen bei der Nutzung kaum Treibhausgasemissionen.
Wie tragen Erneuerbare Energien zum Klimaschutz bei?
Erneuerbare Energien sind ein zentrales Instrument zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Sie ersetzen fossile Brennstoffe und helfen, die Erderwärmung zu begrenzen. In Deutschland konnten durch ihren Einsatz bereits hunderte Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Besonders bei der Stromerzeugung zeigen sie ihre größte Wirkung.
Wer profitiert von Erneuerbaren Energien?
- Privathaushalte: durch eigene Solaranlagen oder Wärmepumpen
- Unternehmen: durch nachhaltige Energieversorgung und Kosteneinsparungen
- Entwicklungsländer: durch dezentrale Kleinkraftwerke zur lokalen Versorgung
- Gesellschaft: durch mehr Versorgungssicherheit und geringere Umweltbelastung
Wie haben sich Erneuerbare Energien entwickelt?
Die Entwicklung verlief in mehreren Etappen:
- Photovoltaik: Erste Anwendungen in den 1950er Jahren, Durchbruch ab den 1990er Jahren mit Förderprogrammen. Heute über 80 GW installierte Leistung in Deutschland.
- Windkraft: Erste Stromerzeugung im 19. Jahrhundert, starker Ausbau seit den 1990er Jahren. Aktuell rund 72 GW installiert.
- Biomasse: Erste Anlagen im frühen 20. Jahrhundert, verstärkter Ausbau ab den 2000er Jahren.
- Wasserkraft: Historisch älteste Energieform, heute mit stabiler Leistung von ca. 6,4 GW in Deutschland.
Was regelt das EEG?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die gesetzliche Grundlage für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es regelt:
- Einspeisevorrang für Erneuerbare
- Vergütungssätze für Strom aus regenerativen Quellen
- Ausschreibungsverfahren zur Förderung
- Direktvermarktung und Flexibilitätsprämien
Seit der ersten Fassung im Jahr 2000 wurde das EEG mehrfach angepasst, zuletzt 2021.
Welche ökologischen Aspekte sind zu beachten?
Obwohl erneuerbare Energien umweltfreundlicher sind als fossile, haben sie ebenfalls Auswirkungen:
- Windkraft: kann Vögel und Fledermäuse gefährden, erzeugt Lärm und Schattenwurf
- Wasserkraft: verändert Ökosysteme durch Stauseen und Flussregulierung
- Biomasse: Flächenkonkurrenz mit Nahrungsmittelanbau, Emissionen durch Düngung
- Photovoltaik: benötigt Ressourcen wie Silizium und Schwermetalle, aber meist recycelbar
- Geothermie: kann lokale Hebungen oder seismische Ereignisse verursachen
Eine ganzheitliche Ökobilanz ist notwendig, um Nutzen und Risiken abzuwägen.
Warum ist der Umstieg auf Erneuerbare Energien wichtig?
- Klimaschutz: Reduktion von Treibhausgasen
- Ressourcenschonung: fossile und nukleare Brennstoffe sind endlich
- Versorgungssicherheit: weniger Abhängigkeit von Energieimporten
- Wirtschaftliche Stabilität: Schutz vor Preisschwankungen fossiler Energien
- Zukunftsfähigkeit: nachhaltige Energieversorgung für kommende Generationen