Was ist ein Ladebordstein?
Ein Ladebordstein, auch Bordsteinlader genannt, ist eine Ladestation für Elektroautos, die direkt in den Bordstein am Straßenrand integriert ist. Er ermöglicht das Laden von E-Pkw im öffentlichen Raum – ohne zusätzliche Ladesäulen.
Wie lade ich mein E-Auto am Ladebordstein?
Der Ladevorgang funktioniert ähnlich wie bei einer klassischen Ladesäule:
- Elektroauto parken
- Authentifizieren/Entsperren (z. B. per App, RFID-Karte oder QR-Code)
- Abdeckung öffnen und Ladekabel anschließen
- Ladevorgang startet
Die Ladebuchse befindet sich im Bordstein. Nach der Entriegelung kann der Deckel mit dem Typ-2-Stecker geöffnet werden. Ein Video zum Ladevorgang am Ladebordstein finden Sie hier: fahr-e LadeApp - Schnell die nächste Ladestation finden | DEW21.
Wie leistungsfähig und sicher sind Ladebordsteine?
Trotz der fehlenden Aufbauten bieten die Ladebordstein technisch dieselbe Leistung wie eine klassische AC-Ladesäule. Sie kombinieren robuste Technik, hohe Sicherheitsstandards und platzsparende Integration – ideal für Städte, die Elektromobilität fördern wollen, ohne den öffentlichen Raum zu überfrachten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Wetterfestigkeit und Betriebssicherheit:
- Gekapselte Elektronik (IP68) schützt alle sensiblen Komponenten vor Wasser und Schmutz.
- Die Ladebuchse ist mit Dichtungen und Wasserabläufen versehen, sodass auch bei starkem Regen ein sicherer Ladevorgang gewährleistet ist.
- Ein integrierter Feuchtigkeitssensor erkennt kritische Situationen wie Überflutungen und unterbricht den Ladevorgang automatisch, bevor es zu einem Fehlerstrom kommt.
- Für den Winterbetrieb sorgt ein Heizsystem dafür, dass Eisbildung verhindert wird und die Bedienbarkeit auch bei Minusgraden sichergestellt ist.
Was sind die Vorteile der Ladebordsteine?
Ladebordsteine eignen sich besonders für dicht bebaute Innenstädte, weil die Vorteile hier besonders herausstechen:
- Platzsparend: Keine zusätzlichen Ladesäulen notwendig – die Technik ist direkt im Bordstein integriert und benötigt keinen extra Raum.
- Unauffällige Integration: Fügt sich harmonisch ins Stadtbild ein und vermeidet störende Aufbauten im öffentlichen Raum.
- Barrierearm und sicher: Weniger Hindernisse und geringeres Stolperrisiko auf Gehwegen, durch fehlende Säulen und kurze Kabelwege.
- Alltagstauglich: Laden direkt am Straßenrand während des Parkens – einfach und ohne Umwege.
- Robust und vandalismussicher: Durch die Integration im Boden weniger anfällig für Beschädigung als freistehende Ladesäulen.
Wo werden Ladebordsteine eingebaut?
Das Ladebordstein-Prinzip ist kein Allrounder. Es ist nur dort sinnvoll, wo eine größere Zahl an Ladepunkten in Reihe entstehen kann – etwa entlang mehrerer, nebeneinanderliegender Stellplätze mit geeigneter Anordnung oder im Rahmen der Sanierung ganzer Straßen. Einzelne Ladepunkte lassen sich mit dieser Technik noch nicht wirtschaftlich realisieren – hier bleibt die klassische Ladesäule die bessere Wahl.
In Dortmund hat DEW21 gemeinsam mit der Stadt Dortmund 10 Ladebordsteine in der Innenstadt installiert. Die Ladebordsteine befinden sich auf Parkplätzen in der Betenstraße, seitlich des Merkur-Hotels.
Fazit
Bei Ladebordsteinen ist die Technik für die Ladepunkte direkt im Bordstein verbaut. Sie sind Teil der öffentlichen Ladeinfrastruktur und ergänzen bestehende Lademöglichkeiten. Ladebordsteine kommen vor allem dort zum Einsatz, wo klassische Ladesäulen nur schwer realisierbar sind.
Dortmund gehört zu den ersten Städten in Deutschland, in denen Ladebordsteine im öffentlichen Raum installiert wurden. Das Projekt wurde gemeinsam von DEW21 und der Stadt Dortmund umgesetzt und dient dazu, Erfahrungen mit dieser neuen Technologie zu sammeln.
Nach etwa zehn Monaten im Einsatz zieht DEW21 Bilanz: Die Ladebordsteine in der Dortmunder Innenstadt werden von den E-Auto-Fahrer*innen gut angenommen. Bisher gab es keine Ausfälle der Ladepunkte – selbst im Winter bei Regen und Schnee. Weitere Infos: Ladebordsteine nachgerüstet.