Krise auf den Energiemärkten 

(Stand 03.05.2022, 15 Uhr)

 

Die Krise auf den Energiemärkten sowie der Krieg in der Ukraine halten uns in Atem. Uns alle begleiten Unsicherheiten und Sorgen vor einer drohenden Gasknappheit sowie vor stark steigenden Energiepreisen.

 

Als lokaler Energieversorger sind wir uns unserer besonderen Verantwortung bewusst und können Ihnen versichern, dass wir alles uns Mögliche tun, um Ihnen als Kund*innen eine sichere Versorgung zu bieten. Gleichzeit versuchen wir vor dem Hintergrund des sehr hohen Preisniveaus auf den Energiemärkten die Preise für unsere Kund*innen so angemessen und fair wie möglich zu gestalten. Als DEW21 beschaffen wir die Energie- und Gasmengen für unsere Kund*innen über zahlreichen Handelspartner*innen, die wir kontinuierlich ausbauen. So können wir auch die Beschaffungsrisiken breit streuen und Abhängigkeiten von einzelnen Partner*innen vermeiden.

 

Damit Sie als unsere Kund*innen nicht am Seitenrand stehen, sondern aktiv Ihren eigenen Verbrauch gestalten können, haben wir wichtige Tipps für Sie zusammengestellt:

 

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Wenn Sie mehr über die aktuelle Krise auf den Energiemärkten erfahren möchten, folgen Sie uns auf unseren Social Media Kanälen.

 

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

 

Wir alle blicken weiterhin mit Bestürzung und großer Sorge auf die Situation in der Ukraine und unsere Gedanken sind bei den Menschen vor Ort. Die Auswirkungen sind aktuell weder geopolitisch noch energiepolitisch und -wirtschaftlich absehbar. Wir hoffen weiterhin inständig, dass Deeskalation und Diplomatie Eingang finden.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen rund um die Energieversorgung beantwortet.

  • Ist die Energieversorgung in Deutschland und Dortmund gefährdet?

    In den kommenden Monaten müssen sich Kund*innen keine Sorgen um ihre Wärmeversorgung machen. Wir haben in Europa Sicherungsmechanismen, die in einer Engpasssituation greifen. In jedem Fall sind Haushaltkund*innen und Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt.

    Die Energiewirtschaft steht in engem Austausch mit der Bundesregierung. Sie beobachtet die aktuelle Lage genau und bewertet sie regelmäßig entlang der bestehenden Vorsorgepläne.

  • Was passiert im Falle eines Versorgungsengpasses?

    Für den Fall eines Versorgungsengpasses haben wir in Europa entsprechende Schutzmechanismen, durch die Haushaltkund*innen und verschiedene Einrichtungen durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt sind. Auch würden geregelte Abschaltvereinbarungen mit der Industrie oder der Wechsel auf andere Energieträger die Nachfrage nach Erdgas drosseln.

  • Wie ist der Füllstand der deutschen Speicher?

    Die deutschen Gasspeicher sind zum Winterende zu knapp 25 Prozent gefüllt und damit auf einem vergleichbaren Füllstand wie in den Vorjahren (Stand 24.03.2022). Tagesaktuelle Daten zu den Gasspeicherfüllständen in Europa finden Sie hier: https://agsi.gie.eu/#/

  • Wie groß ist die Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland?

    Russland liefert rund 55 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases. Wir beziehen Erdgas aber auch aus den Niederlanden und Norwegen, ein kleiner Teil stammt sogar aus Deutschland. Sollten Lieferungen aus Russland allerdings kurzfristig ausfallen, wäre das eine große Herausforderung.

  • Welche Auswirkungen hat die Ukraine-Krise auf die Preise?

    Die Energiepreise sind von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Daher machen wir zur Entwicklung der Preise grundsätzlich keine Prognosen. Aber natürlich ist der Druck auf die Strom- und Gaspreise aufgrund des Krieges in der Ukraine enorm. Hinzu kommt, dass die Großhandelspreise bereits vor Kriegsausbruch auf einem außergewöhnlich hohen Niveau lagen. Das erhöht die Beschaffung von Strom und Gas für Energieunternehmen ganz erheblich. Die Politik muss hier alle Optionen prüfen, wie die Bürger*innen bei steigenden Preisen entlastet werden können.

  • Wie kann Deutschland unabhängiger vom Erdgas aus Russland werden?

    Die Energiewirtschaft arbeitet mit Hochdruck an einer Diversifizierung der Bezugsquellen für Gas, um unabhängiger von Energieimporten aus Russland zu werden. In gewissem Umfang können LNG-Importe hierzu einen Beitrag leisten. Mittel- bis langfristig müssen wir aber vollständig unabhängig von fossilen Rohstoffen werden. Deshalb bedarf es eines massiven Ausbau Erneuerbarer Energien und einen schnellen Hochlauf von Wasserstoff.

  • Wie viel Erdgas aus Russland kann kurzfristig ersetzt werden?

    Experten gehen derzeit davon aus, dass sich rund 50% des russischen Erdgases innerhalb eines Jahres ersetzen oder substituieren lassen. Das entspricht etwa 20% des Jahresgasbedarfs in Deutschland.

  • Was bedeutet die Frühwarnstufe aus dem Notfallplan Gas?

    Die Frühwarnstufe ist erreicht, wenn konkrete, ernst zu nehmende und zuverlässige Hinweise darauf vorliegen, dass ein Ereignis eintreten kann, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage sowie wahrscheinlich zur Auslösung der Alarm- bzw. der Notfallstufe führt.