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  • 07.01.2026 |
  • Franziska Haase |
  • 6 Min.  Lesezeit  |

Wärmepumpe mieten oder kaufen? Ein Vergleich

Wer sich für den Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmepumpenheizung interessiert, steht früher oder später vor einer wichtigen Entscheidung: Wärmepumpe mieten oder kaufen? Beide Optionen haben ihre Vorteile – und welche besser zu Ihnen passt, hängt von Ihrer finanziellen Situation, Ihrer Wohnsituation und Ihren langfristigen Plänen ab. In diesem Beitrag erfahren Sie, was hinter den beiden Modellen steckt und worauf Sie achten sollten.

Welche Vorteile hat es, eine Wärmepumpe zu mieten?

Eine Wärmepumpe zu mieten kann besonders dann attraktiv sein, wenn Sie den Einstieg in eine moderne Heiztechnik ohne hohe Anfangsinvestitionen suchen. Statt den gesamten Betrag von 20.000 € bis 45.000 € für Kauf, Installation und Inbetriebnahme auf einmal zu zahlen, begleichen Sie eine monatliche Rate – häufig zwischen 200 € und 250 €.

Diese planbaren Kosten machen das Mietmodell finanziell überschaubar und entlasten das Budget. Darüber hinaus sind in den meisten Mietverträgen Wartung, Service und Reparatur bereits enthalten, sodass keine zusätzlichen Ausgaben für Instandhaltung oder Ersatzteile entstehen. Das gibt Ihnen Sicherheit und schützt vor unerwarteten Kosten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Technik regelmäßig überprüft und Instandgehalten wird, sodass Sie langfristig von einem effizienten System profitieren. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit – meist nach zehn bis fünfzehn Jahren – besteht häufig die Möglichkeit, die Anlage zu übernehmen oder gegen eine neue auszutauschen.

Damit sind Sie bestens ausgestattet, ohne sich selbst um Anschaffung, Installation oder Wartung kümmern zu müssen. Wer also eine verlässliche, kalkulierbare Lösung sucht und keine hohen Investitionssummen aufbringen möchte, findet im Mietmodell eine flexible und komfortable Lösung.

Wann sollten Sie eine Wärmepumpe kaufen?

Der Kauf einer Wärmepumpe lohnt sich vor allem für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die die Dinge gerne selbst in die Hand nehmen und über das nötige Eigenkapital verfügen. Zwar ist die Anschaffung zunächst mit hohen Kosten verbunden – je nach Systemtyp zwischen 20.000 € und 45.000 € –, doch über die Jahre rechnet sich der Kauf. Nach der Anschaffung und neben den Stromkosten fallen nur noch Wartung, Service oder Reparaturen an.

Ein weiterer Vorteil: Als Eigentümerin oder Eigentümer haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Anlage. Sie entscheiden selbst, wann die Wärmepumpe gewartet wird und wie sie mit defekten umgehen. Dadurch ist der Kauf vor allem für Eigentümerinnen und Eigentümer mit technischem Verständnis oder die sich selbst um die Instandhaltung der Anlage kümmern möchten die wirtschaftlichere Option, während das Mietmodell eher für diejenigen interessant ist, die ein Rund-um-Sorglos Paket bevorzugen und Liquidität schonen möchten.

Entscheiden Sie selbst über Wartungsintervalle, oder wann und wie Defekte behoben werden sollen.

Überblick: Wärmepumpe mieten oder kaufen?

# Kriterium Wärmepumpe mieten Wärmepumpe kaufen
1 Anschaffungskosten Gering bis keine Hoch (20.00045.000 je nach System)
2 Monatliche Kosten Raten (z.B. 200250/Monat) plus Stromkosten Nur Stromkosten
3 Wartung/Reparatur Inklusive Zusätzliche Kosten
4 Eigentum Vermieter (Anbieter) Sie als Eigentümer
5 Förderung möglich Direkt beantragbar Direkt beantragbar
6 Laufzeitbindung 10–15 Jahre Vertragslaufzeit Keine Bindung
7 Für wen geeignet? Eigentümer die Sicherheit oder Flexibilität bei den Kosten wünschen Eigentümer mit technischem Verständnis oder , die sich selbst um Ihre Heizung kümmern wollen

 

Den passenden Stromtarif für ihre Wärmepumpe finden Sie hier. 

Wärmepumpe mieten: Das sollten Sie außerdem beachten

Die Miete einer Wärmepumpe ist für viele attraktiv – aber sie ist nicht für alle Haushalte oder Immobilien sinnvoll. Es gibt einige wichtige Punkte, die Sie vorher klären sollten.

Voraussetzungen beim Mieten einer Wärmepumpe

In der Regel ist eine Wärmepumpe dort besonders effizient, wo auch die baulichen Gegebenheiten passen – etwa eine gute Dämmung oder eine vorhandene Fußbodenheizung sind optimal, aber keine pflicht. Auch mit normalen Heizkörpern kann eine Wärmepumpe mittlerweile effizient betrieben werden. Anbieter prüfen das im Vorfeld. Auch als Hausbesitzer oder Vermieter sollten Sie beachten, dass vor dem Einbau einer neuen Heizung die Immobilie energetisch betrachtet und ggf. saniert werden sollte.

Gibt es Fördermittel bei der Miete einer Wärmepumpe?

Sowohl bei einem Kauf als auch bei einer Miete können Eigentümer einer selbstgenutzten Wohnimmobilie die KfW Förderung 458 in Anspruch nehmen. Diese fördert bis zu 70% der Anschaffungskosten bei einer neuen nachhaltigen Heizung.

Wie geht es nach der Miete weiter?

Nach Ende der Vertragslaufzeit (z. B. nach 15 Jahren) gibt es meist drei Möglichkeiten: Sie übernehmen die Anlage gegen eine kleine Restzahlung, der Anbieter tauscht sie aus oder baut sie zurück. Oft wird die Anlage übernommen oder man schließt einen Neuvertrag ab. Achten Sie bei Vertragsabschluss auf diese Regelungen – und darauf, was mit der Anlage geschieht, wenn Sie das Haus verkaufen.

 

Fazit: Wärmepumpe kaufen oder mieten?

Ob Sie eine Wärmepumpe mieten oder kaufen, hängt von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Wenn Sie kurzfristig investieren, aber langfristig profitieren möchten, ist der Kauf oft günstiger. Wer jedoch keine hohen Anfangsinvestitionen tätigen möchte, findet in einem Mietmodell eine interessante Lösung – mit geringem Risiko, technischer Absicherung und klaren monatlichen Kosten. In beiden Fällen sollten Sie Angebote vergleichen, Förderungen prüfen und auf transparente Vertragsbedingungen achten. So machen Sie Ihr Zuhause fit für die Zukunft – effizient, umweltfreundlich und wirtschaftlich.

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