- 28.11.2025 |
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- 6 Min. Lesezeit |
E-Auto vs. Verbrenner Vergleich der Kosten im Überblick
Angesichts steigender CO₂-Emissionen, strengeren Umweltauflagen und staatlicher Förderung ist der Umstieg vom klassischen Verbrenner auf ein E-Auto sicherlich eine überlegenswerte Sache. Aber natürlich haben wir alle kein Geld zu verschenken, deshalb stellt sich zwangsläufig die Frage: Lohnt sich der Wechsel auch finanziell? In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten Kostenfaktoren, die bei der Entscheidung zwischen E-Auto vs. Verbrenner eine Rolle spielen – von Anschaffung bis Strompreis, von Wartung bis Reichweite. Damit Sie eine Entscheidung treffen, mit der Sie rundherum gut leben können.
Das Wichtigste in Kürze
- E-Autos sind in der Anschaffung meist teurer, profitieren aber von Förderungen und geringeren Betriebskosten.
- Der Strom zum Laden ist in vielen Fällen günstiger als Benzin oder Diesel.
- Wartungs- und Reparaturkosten sind beim Elektroauto deutlich niedriger.
- Die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) sprechen oft schon nach wenigen Jahren für das E-Auto.
Vergleich der Antriebsarten
Lange Zeit mussten sich Autofahrer beim Antrieb nur zwischen zwei Alternativen entscheiden: Benzin oder Diesel. doch der herkömmliche Verbrennungsmotor hat mittlerweile Konkurrenz durch eine Vielzahl alternativer Antriebe bekommen. Neben dem Elektroauto gibt es auch Hybride, die einen Verbrenner mit einem E-Motor kombinieren, sowie Plug-in-Hybride, die auch extern geladen werden können. Und dann sind da noch die reinen Elektrofahrzeuge. Diese fahren emissionsfrei, benötigen aber eine Ladeinfrastruktur. Für den Verbraucher stellt diese Vielfalt auch eine Herausforderung dar, denn die Wahl der Antriebsart beeinflusst nicht nur den Fahrkomfort, sondern auch Reichweite, Verbrauch, Wartung und laufende Kosten – dem letzten Punkt wollen wir in diesem Beitrag besondere Beachtung schenken.
Kosten: Vergleich Verbrenner vs. Elektroauto
Für einen seriösen Vergleich ist die Gegenüberstellung der reinen Anschaffungskosten nicht genug. Im laufenden Betrieb fallen viele weitere Kostenarten an, die wir uns im Detail anschauen wollen:
Anschaffungskosten
Die Anschaffung eines E-Autos ist in der Regel teurer als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Während ein Benziner oder Diesel mit ähnlicher Ausstattung oft günstiger ist, profitieren E-Autos aktuell von der Umweltprämie und weiteren staatlichen Förderungen – in vielen Fällen bis zu mehreren Tausend Euro. Auch lokale Förderprogramme, wie z. B. von Kommunen oder Stadtwerken, können den Preisvorteil weiter ausbauen.
Ladekosten vs. Kraftstoffkosten
Der Verbrauch eines Elektroautos liegt bei etwa 15–20 kWh pro 100 Kilometer. Bei einem Strompreis von rund 30 Cent/kWh ergibt das rund 6 Euro pro 100 km. Ein Benziner oder Diesel verbraucht im Schnitt 6–8 Liter auf 100 km, was bei Preisen von 1,80 Euro pro Liter rund 11–14 Euro ausmacht – also etwa doppelt so viel wie beim E-Auto. Lesen Sie auch unseren Beitrag: Wie teuer ist es ein E-Auto zu laden?
Förderungen und Steuervergünstigungen
E-Autos sind in Deutschland für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Zudem gibt es Förderprogramme für die Anschaffung und teilweise auch für die Wallbox zuhause. Die THG-Quote ermöglicht es E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrern zudem, jährlich eine Prämie von bis zu 250 Euro für ihre eingesparten Emissionen zu erhalten.
CO₂-Steuer
Fossile Kraftstoffe unterliegen der CO₂-Bepreisung, was zu steigenden Preisen für Benzin und Diesel führt. Das macht den Betrieb eines Verbrenners langfristig teurer. Elektroautos, die mit Ökostrom geladen werden, sind von dieser Steuer nicht betroffen und weisen eine deutlich bessere Ökobilanz auf.
Kfz-Versicherung
E-Autos schneiden bei der Versicherung in der Regel ähnlich gut oder sogar günstiger ab als vergleichbare Verbrenner. Versicherer honorieren die geringere Unfallgefahr durch leisere Fahrzeuge und moderne Assistenzsysteme.
Wartung und Service
Ein Elektrofahrzeug hat weniger bewegliche Teile: kein Ölwechsel, kein Zahnriemen, keine Abgasanlage. Dadurch sind die Wartungskosten rund 30–50 % niedriger als beim Verbrenner. Auch Bremsen werden durch die Rekuperation geschont.
Kostenübersicht: E-Auto vs. Verbrenner
Für einen schnellen und übersichtlichen Vergleich haben wir in folgender Tabelle alle Kostenarten anschaulich gegenübergestellt:
| # | Kostenfaktor | E-Auto | Verbrenner |
|---|---|---|---|
| 1 | Anschaffungspreis | i.d.R. Höher (abzgl. Förderung) | i.d.R.günstiger |
| 2 | Verbrauchskosten (pro 100 km) | ca. 6–7 € (Strom) | ca. 11–14 € (Benzin/Diesel) |
| 3 | Kfz-Steuer | 0 € (10 Jahre) | Abhängig von CO₂-Ausstoß |
| 4 | THG-Quote | Bis zu 250 €/Jahr | Nicht verfügbar |
| 5 | Wartung & Reparatur | Gering | Höher |
| 6 | Versicherung | Günstig bis neutral | Neutral bis teuer |
| 7 | CO₂-Steuer | Nicht betroffen | Wirkt sich auf Spritpreis aus |
Wie hoch ist die Reichweite von Elektroautos im Vergleich zu einem Verbrenner?
Ein oft gehörtes Argument gegen E-Autos ist die angeblich geringe Reichweite. Und tatsächlich haben Verbrenner hier die Nase vorn, denn sie schaffen mit einer Tankfüllung oft 600 bis 800 km – ein Wert, den viele E-Autos noch nicht erreichen. Die Betonung liegt hierbei auf „noch“, denn moderne Elektroautos holen hier stark auf: Modelle wie der VW ID.4, Tesla Model Y oder Hyundai Ioniq 6 schaffen Reichweiten von 450 bis 600 km. Für den Alltag reichen 200 bis 300 km ohnehin aus, was das Reichweitenargument zunehmend entkräftet.
Welche Rolle spielen die Strompreise?
Die Kosten fürs Laden eines E-Autos hängen stark davon ab, wo und wie Sie laden. Zuhause über eine eigene Wallbox ist es meist am günstigsten. DEW21 unterstützt hier mit individuellen Tarifen und Installationsservices. An öffentlichen Ladesäulen liegen die Preise je nach Anbieter und Tarif zwischen 39 und über 79 Cent pro kWh. Wer Ökostrom nutzt oder über eine Photovoltaikanlage lädt, fährt besonders nachhaltig.
Stromkosten mit der eigenen Wallbox senken
Wenn Sie Ihr E-Auto zu Hause mit einer Wallbox laden, lassen sich die Stromkosten durch verschiedene Maßnahmen spürbar reduzieren. Die Gerätekosten für eine Basis-Wallbox liegen zwischen etwa 500 und 2.000 Euro, die Installationskosten in einfachen Fällen zwischen 600 und 1.200 Euro, können aber bei komplexem Anschluss bis zu rund 3.000 Euro erreichen. Wer die Wallbox intelligent mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage kombiniert, nutzt selbst erzeugten Strom zu sehr günstigen Kosten und ist weniger vom Strommarktpreis abhängig. Zusätzlich lohnen sich Ladezeiten nachts oder Zeiten mit günstigem Tarif sowie ein separater E-Mobility-Stromtarif. Auf diese Weise wird das Laden zu Hause nicht nur bequem, sondern auch wirtschaftlich: geringere Stromkosten, mehr Unabhängigkeit und bessere Planungssicherheit.
Fazit: Die Gesamtkosten sind entscheidend
Beim Vergleich E-Auto vs. Verbrenner zeigt sich: Obwohl Elektroautos in der Anschaffung teurer sind, holen sie durch niedrige Betriebskosten, Steuervorteile und staatliche Förderungen schnell auf – oft schon nach 4 bis 5 Jahren. Wer viel fährt, kann besonders stark profitieren. Und nicht zuletzt spricht auch die deutlich bessere CO₂-Bilanz für den Umstieg. Wer also heute ein neues Fahrzeug plant, sollte die elektrische Antriebsart ernsthaft in Betracht ziehen – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel.







