- 31.08.2026 |
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- 6 Min. Lesezeit |
Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG): Was Eigentümer in Dortmund jetzt wissen müssen
Wer eine Heizung modernisieren, ein Haus sanieren oder einen Neubau planen möchte, sollte die aktuellen Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) kennen. Das Gesetz löste im Juli 2026 das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab und ändert die Vorgaben für den Einbau neuer Heizungen. Gleichzeitig sollen Gebäude in Deutschland langfristig klimafreundlicher werden..
Das Wichtigste in Kürze
- Die bisherige 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizungen wurde abgeschafft.
- Hauseigentümer können weiterhin zwischen verschiedenen Heizsystemen wählen, etwa Wärmepumpe, Fernwärme, Biomasse-, Gas- oder Ölheizung.
- Für neu eingebaute Gas- und Ölheizungen gelten künftig schrittweise steigende Anforderungen an erneuerbare Brennstoffe, die sogenannte Bio-Treppe.
- Die kommunale Wärmeplanung bietet Orientierung für zukünftige Investitionen, verpflichtet Eigentümer jedoch nicht zu bestimmten Maßnahmen.
- Staatliche Förderprogramme für klimafreundliche Heizungen und energetische Sanierungen bleiben bestehen.
Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) regelt die energetischen Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude in Deutschland. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, den Gebäudebestand schrittweise klimafreundlicher zu machen und die Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie umzusetzen.
Das GModG schreibt keine bestimmte Heiztechnologie vor. Eigentümerinnen und Eigentümer können entscheiden, welche Heizlösung am besten zu ihrem Gebäude und ihren individuellen Anforderungen passt.
Welche Heizungen sind weiterhin erlaubt?
Das GModG setzt auf Technologieoffenheit. Neben Wärmepumpen können weiterhin andere Heizsysteme installiert werden. Dazu gehören unter anderem:
- Wärmepumpen
- Fernwärmeanschlüsse
- Biomasseheizungen
- Hybridheizungen
- Gasheizungen
- Ölheizungen
- Brennstoffzellenheizungen
- weitere innovative Heizsysteme
Welche Lösung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt von Faktoren wie Gebäudezustand, Energiebedarf, Platzverhältnissen und den lokalen Versorgungsmöglichkeiten ab.
Die Bio-Treppe für neue Gas- und Ölheizungen
Wer sich künftig für eine neue Gas- oder Ölheizung entscheidet, muss schrittweise steigende Anteile erneuerbarer Brennstoffe nutzen. Diese Regelung wird als Bio-Treppe bezeichnet.
Die vorgeschriebenen Mindestanteile liegen bei:
- ab 2029: 10 %
- ab 2030: 15 %
- ab 2035: 30 %
- ab 2040: 60 %
- ab 2045: klimaneutrale Brennstoffe
Als erneuerbare Energieträger kommen beispielsweise Biomethan, Bioheizöl oder Wasserstoff infrage.
Welche Rolle spielt die kommunale Wärmeplanung in Dortmund?
Die kommunale Wärmeplanung zeigt auf, wie die Wärmeversorgung in einer Stadt künftig gestaltet werden kann. Sie bietet Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer, etwa hinsichtlich möglicher Wärmenetze oder anderer klimafreundlicher Versorgungsoptionen.
Für Bürgerinnen und Bürger entstehen daraus jedoch keine direkten Verpflichtungen. Die Entscheidung über eine Heizungsmodernisierung bleibt eine individuelle Investitionsentscheidung.
Gerade bei größeren Modernisierungsvorhaben empfiehlt es sich, die kommunale Wärmeplanung frühzeitig in die Überlegungen einzubeziehen.
Gibt es weiterhin Förderungen für neue Heizungen?
Ja. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt weiterhin den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme und energetische Sanierungen. Fördermöglichkeiten bestehen unter anderem für:
- Wärmepumpen
- Biomasseheizungen
- Solarthermieanlagen
- Heizungsoptimierungen
- energetische Sanierungsmaßnahmen
Welche Förderhöhe möglich ist, hängt vom jeweiligen Vorhaben und den aktuellen Förderbedingungen ab. Vor Beginn einer Maßnahme sollte deshalb geprüft werden, welche Programme aktuell verfügbar sind.
Fazit: Jetzt die passende Heizlösung für die Zukunft planen
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz erhalten Hauseigentümer mehr Freiheit bei der Wahl ihrer Heiztechnik. Gleichzeitig gewinnen langfristige Aspekte wie Betriebskosten, Fördermöglichkeiten, die kommunale Wärmeplanung und die künftigen Anforderungen an klimafreundliche Energieträger an Bedeutung.
Wer eine Heizung austauschen oder eine energetische Sanierung plant, sollte sich frühzeitig beraten lassen und die individuellen Möglichkeiten seines Gebäudes prüfen.























